Erstellt am 08. Juni 2016, 06:00

von Markus Lohninger

Zu klagen alleine ist zu wenig. Markus Lohninger zum oft geforderten, weniger oft genutzten Wochenmarkt-Taxi

Die Gmünder und ihre Beziehung zu öffentlichen Verkehrsmitteln beschäftigen einmal mehr die Lokalpolitik: Während immer wieder darüber geklagt wird, man sei bei uns ohne eigenes Fahrzeug „aufgeschmissen“, klagen öffentliche Dienste über mangelnde Nachfrage aus der Bevölkerung.

Sieben Jahre ist es her, dass das Anrufsammeltaxi-Projekt der Kleinregion grandios gescheitert ist. Elf Fahrten in fünf Monaten waren die magere Bilanz. Danach wurde diskutiert, gejammert und gefordert, bis die Bezirkshauptstadt heuer einen neuen Anlauf nahm. Das nun an Samstagen im Dauerbetrieb vom und zum Gmünder Wochenmarkt durch die Stadt pendelnde „Wochenmarkt-Taxi“ wirft deutlich weniger Kosten als das „AST“ auf. Die Euphorie ist aber nach der Startphase der Ernüchterung gewichen: fast keine Nachfrage!

Noch kann die Stadtführung einzulenken versuchen, etwa durch flexiblere Zustiegs-Möglichkeiten oder fixe Abfahrtszeiten. Ändert sich nichts, dann wird auch dieser Versuch zu den Akten gelegt werden müssen – und die Diskussion um das fehlende Angebot von Neuem losgehen?