Erstellt am 10. Dezember 2015, 04:08

von Markus Lohninger

Kräftig ins Bier investiert. Investitionsschub im Hause Trojan: An die 700.000 Euro flossen in eine Vielzahl an Infrastruktur-Verbesserungen. Und: Exportanteil wurde 2015 verdoppelt.

An die zehn Prozent weniger Energie wird die Schremser Brauerei dank der neuen Dampf- und Heißwasser-Kesselanlage verbrauchen und ähnlich viel Emissionen einsparen. Karl Theodor Trojan hat für das Gerät, das Energie aus Dampf- und Heißwasser liefert, mehr als 300.000 Euro in die Hand genommen.  |  NOEN, zVg

Schremser Bier für die Welt - Braumeister Karl Theodor Trojan hat mit seiner 35-köpfigen Belegschaft im zu Ende gehenden Jahr 2015 die Exportoffensive weiter verstärkt und den Exportanteil am Gesamtverkauf auf etwa acht Prozent verdoppelt.

Auch auf heimischem Boden bringe Schremser Bier das Jahr erfolgreich hinter sich, sagt Trojan, „in einem turbulenten und herausfordernden Marktumfeld konnte sich die Brauerei sehr gut behaupten.“ Keine Massenware, aber zunehmend ein Renner im handwerklichen Spezialitäten-Segment wird das neue „Vienna I.P.“, das untergärige und unfiltrierte Craft-Bier. Trojan: „Der Verkauf ist super angelaufen, vor allem im Wiener Raum werden wir damit bereits vielfach gelistet.“

Kräftig wie das neue Spezialbier war auch der Mut zur Investition in der Brauerei Schrems: An die 700.000 Euro wurden im Jahr 2015 für eine Reihe an Infrastruktur-Maßnahmen in die Hand genommen! Fast die Hälfte der Kosten machte alleine eine moderne Dampf- und Heißwasser-Kesselanlage aus, mit der neue Wege in der Energieversorgung beschritten werden: Inzwischen werden alle Prozesse des Sudhauses, der Filtration, der Fass- und Flaschenwäsche mit Energie aus Dampf- und Heißwasser versorgt. Trojan spricht von einem „in die Zukunft weisenden Projekt. Das geplante Energieeinsparungs-Potenzial liegt bei etwa zehn Prozent, auch die Emissionen können in diesem Ausmaß reduziert werden.“

2016 steht im Zeichen des Markenauftrittes

Mehr als 200.000 Euro flossen auch in eine großflächige Erneuerung des Fuhrparks mit neuen Fahrzeugen und neuen Ausstattungen. Gebäude wurden instandgehalten, die großen Hof- und Fahrflächen saniert. „In sämtlichen Produktionsabteilungen wurden viele Erweiterungen und Verbesserungen installiert, um den Qualitätsansprüchen der Schremser Bierbrauer zu genügen und in Zukunft auch weiteren zu garantieren“, fasst Karl Trojan zusammen. Vor allem im Flaschen- und Fassabfüllbereich wurden viele kleine Details – die in Summe dann doch einiges ausmachen – verbessert.

Einiges tun wird sich auch im kommenden Jahr in Schrems, wenngleich die nächsten Schritte das Budget wahrscheinlich etwas weniger stark belasten werden: Braumeister Trojan kündigt die Überarbeitung des Markenauftritts an. Die Ideensammlung dazu hat bereits begonnen, das Projekt soll die Firma das ganze kommende Jahr über begleiten und auch Bereiche wie Verpackung und Etiketten abdecken.