Erstellt am 23. März 2016, 06:34

von NÖN Redaktion

18 Prozent weniger angezeigte Straftaten!. Trotz Bedrohungs-Szenarien und Fahrrad-Diebstählen in Serie gingen die angezeigten Delikte im Bezirk zurück.

Bezirkspolizeikommandant Wilfried Brocks kann vergleichbar positive Zahlen liefern.  |  NOEN, Archiv

Der Bezirk Gmünd ist relativ sicher. Das wird durch die am 17. März veröffentlichte Kriminalstatistik des Bundesministeriums für Inneres auch zahlenmäßig dokumentiert. Die angezeigten gerichtlich strafbaren Handlungen sind gegenüber 2014 um 18,2 Prozent zurückgegangen.

In relativen Zahlen ausgedrückt gab es im Vorjahr um 254 weniger angezeigte Fälle als 2014. Vor allem ist speziell bei Sachbeschädigungen (minus 12) sowie bei Laden- und Trickdiebstählen (minus 16) ein starker Rückgang zu verzeichnen gewesen.

Dafür waren die Fahrräder bei den Dieben im Vorjahr sehr gefragt. Die Anzeigen dazu sind um fast das Vierfache angestiegen (2014: 17, 2015: 64). „Grund dafür waren zwei Tätergruppen, die durch den Verkauf der von ihnen gestohlenen Fahrräder ihre Drogensucht finanziert haben. Nachdem beide Gruppen ausgeforscht waren, ging die Zahl der Anzeigen wieder zurück“, erklärt Bezirkspolizeikommandant Wilfried Brocks.

Die Einbruchsdiebstähle in Wohnhäusern und Kraftfahrzeugen sind laut dieser Statistik leicht angestiegen. „Wir befinden uns wieder am Niveau von 2013“, so Brocks. Wurden 2014 21 Einbrücke im Bezirk Gmünd angezeigt, waren es im Vorjahr 34. Nach wie vor hoch sind die Betrugshandlungen im Internet. 52 Mal wurde im Vorjahr in die Internetfalle getappt – um drei Fälle weniger als 2014.

Die Statistik 2015

  • Rückläufige bzw. gleichbleibende Anfallszahlen bei:

Einbruchsdiebstählen in Firmen, Baustellen, Industrie- und Gastronomiebetriebe: 2015: 43 (2013: 52, 2014: 44)
Ladendiebstahl / Taschendiebstahl: 2015: 33  (2013: 44, 2014: 49)
Diebstahl von Treibstoff : 2015: 11 (2013: 28, 2014: 12)
Sachbeschädigungen: 2015: 94 (2013: 111, 2014: 106)
Betrugshandlungen im Internet („Cyber Crime“): 2015: 52 (2013: 42, 2014: 55)
Kreditkartenbetrug: 2015: 2 (2013: 5, 2014: 6)

  • Steigende Anfallszahlen bei:

Raubdelikten:  2015: 3 (2013: 3, 2014: 1)
Einbruchsdiebstählen in Wohnhäuser, Wohnungen und Kraftfahrzeuge : 2015: 34 (2013: 31, 2014: 21)
Diebstählen von Fahrzeugen: 2015: 14 (2013: 22, 2014: 11)
Diebstählen von Fahrrädern: 2015: 64 (2013: 40, 2014: 17)
Diebstählen von Buntmetall:  2015: 6 (2013: 10, 2014: 2)
Bestellbetrug: 2015: 19 (2013: 10, 2014: 17)
Einmietebetrug: 2015: 4 (2013: 7, 2014: 2).

  • Rückgang insgesamt: 18,2 % = 254 weniger angezeigte Fälle als 2014.