Erstellt am 26. Februar 2016, 19:22

von NÖN Redaktion

Küchenofen defekt: Mann (48) tot aufgefunden. Ein tragischer Todesfall ereignete sich in den Morgenstunden des 26. Februar in Wolfsegg in der Stadtgemeinde Heidenreichstein (Bezirk Gmünd).

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Wegen stark verlegter Teile der Etagenheizungs-Anlage verbreitete sich vermutlich schon gegen Mitternacht eine Menge Rauch im Wohnhaus eines 47-Jährigen. Er konnte nicht mehr gerettet werden. Die Polizei spricht von fehlender Wartung des Ofen und Abgasrohres.
 
Die Polizei konnte kein Fremdverschulden feststellen, die Staatsanwaltschaft gab die Leiche bereits zur Beerdigung frei.

Kohlenmonoxid-Vergiftung vermutlich Todesursache

Als Todesursache wird eine Kohlenmonoxid-Vergiftung infolge offensichtlich mangelhafter Wartung des Ofens bzw. Abgasrohres vermutet, wodurch der Rauch nicht durch den Kamin abziehen konnte und sich im Haus ausbreitete.

Die polizeilichen Erhebungen ergaben nämlich, dass ein Abgasrohr der Etagenheizungs-Anlage im Wohnzimmer des Hauses, das vom Ofen in den Kamin führt, genauso starke Ruß- und Pech-Ablagerungen aufwies wie der Bereich der Herdplatte und der Bereich vor dem Abgasrohr der Brennkammer. – Dadurch war laut Polizei nur mehr eine geringe Durchflussstärke für den abziehenden Rauch vorhanden. Ein Abzug für den Rauch aus der Brennkammer sei nicht vorhanden gewesen. Im Rauchfang selbst wurden keine Ablagerungen oder Verengungen festgestellt.
 
Entgegen dem ursprünglichen Wissensstand der NÖN-Redaktion am frühen Freitag-Nachmittag hatte der Stiefbruder des Mannes laut Polizeibericht nicht deshalb Alarm geschlagen, weil er aus dem Nachbarhaus Rauch im Inneren des Gebäudes gesehen hatte: Den offiziellen Angaben zufolge hatte der Arbeitgeber des Mannes gegen 7 Uhr morgens dessen Mutter darüber informiert, dass er nicht zur Arbeit gekommen war.

Stiefbruder alarmierte Rettung und Feuerwehr

Diese war dann gemeinsam ihrem anderen Sohn zum Haus des 47-Jährigen gefahren. Die Tür zu dessen Haus wurde laut Polizei aufgebrochen, da er nicht öffnete und ein Unfall vermutet wurde. Im stark verrauchten Badezimmer fanden die Beiden schließlich den Verstorbenen am Rücken liegend vor.
 
Der Stiefbruder des Verstorbenen hatte die Feuerwehr Guttenbrunn-Wolfsegg sowie die Rettung alarmiert und mit der Reanimierung begonnen. Die Feuerwehr drang mit schwerem Atemschutz zum Ofen vor, fand darin aber nur mehr glosende Holzreste. Das Notarzt-Team setzte die Wiederbelegungs-Maßnahmen fort, bis der Notarzt um 8.40 Uhr den Tod des 47-Jährigen feststellte.
 
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