Erstellt am 12. Februar 2016, 05:28

von Johannes Bode

Kunst statt Rennbahn. Susanne Kleander fertigt Tierporträts – auch auf Auftrag. Ihre große Leidenschaft sind die Pferde.

Susanne Kleander in ihrem neuen Atelier in Aalfang  |  NOEN, J. Bode
Wenn Susanne Kleander von Porträts spricht, dann meint sie Tierporträts: Das ist ihre Spezialität. Kleander malt und modelliert hauptsächlich Pferde, aber auch Katzen oder Hunde – und zwar technisch versiert und detailgetreu. Abstraktion und Menschen seien halt nicht ihre Stärke: „Meine Menschenporträts sind auch in Ordnung, aber die springen halt nicht so aus dem Bild wie die Tiere.“

Susanne Kleander ist erst seit drei Jahren im Waldviertel. Sie hat sich ein Haus in Aalfang gekauft, es renoviert und eine kleine Werkstätte eingerichtet – „ein Kindheitstraum“. Nun will sie mit ihrer Kunst durchstarten – und Menschen anbieten, ihr Tier zu porträtieren. In Öl oder Bleistift, in Bronze bzw. Kunstharz gegossen.

Arbeit an Rennbahn brachte erste Aufträge

Die große Leidenschaft von Kleander sind seit ihrer Jugend die Pferde. Die gebürtige Wienerin hat an der Galopprennbahn in der Freudenau gearbeitet, war 27 Jahre lang in Deutschland an Rennbahnen tätig, hat Rennställe nach England oder Frankreich begleitet. Und auch Pferde gemalt und gezeichnet hat Kleander seit ihrer Jugend. Die Technik hat sie sich selbst beigebracht und über die Jahre immer weiter verbessert. Über die Rennställe kamen auch die ersten Aufträge: Pferdeskulpturen mit ihren Jockeys – und in Farbe, damit das Trikot die Farbe des Rennstalles hat.

Für ein Tierporträt sind gute Fotos am wichtigsten, so Kleander: „Zum Modellieren brauche ich Fotos aus verschiedenen Perspektiven, auch Profilfotos. Für eine Zeichnung reicht ein Foto - aber das muss gut sein.“