Litschau

Erstellt am 13. Oktober 2016, 07:34

von Thomas Weikertschläger

Zwei Tassen im Falstaff. Der Litschauer Gastronom Leopold Hofbauer erhielt für Qualität des Kaffees im Gasthof Kaufmann tolle Auszeichnung in renommiertem Gastronomie-Guide.

Stolz auf die Falstaff-Urkunde, die ihm und dem Gasthof Kaufmann die beste Kaffee-Qualität im Waldviertel bescheinigt: Der Litschauer Gastronom Leopold Hofbauer.  |  NOEN, Weikertschläbger

Was für eine Woche für den Litschauer Gastronomen Leopold Hofbauer: Zunächst erhielt er die Nachricht, dass sein Lokal, der legendäre Gasthof Kaufmann, bei einem Mystery-Check der „Wirtshaus-Kultur“ 93 von 100 möglichen Punkten erhalten hatte, dann flatterte sogar eine Falstaff-Urkunde ins Haus.

Denn die Bewerter des renommierten Gastro-Führers zeichneten das Litschauer Gasthaus im Kaffee-Guide mit 87 Punkten – mehr als jedes andere Lokal im Waldviertel – aus. Dass er guten Kaffee anbietet, sei ihm auch vor der überraschenden Nachricht bewusst gewesen, denn: „Die Gäste loben uns immer wieder dafür“, dennoch: „So eine Auszeichnung ist dann schon etwas, auf das man stolz ist“, so Hofbauer.

„Ein guter Kaffee gehört zu einem guten Essen einfach dazu.“

Auch persönlich setzt Leopold Hofbauer auf Qualität beim Kaffee

Kaffee sei ihm persönlich als leidenschaftlichem Kaffeetrinker wichtig. „Nach einem guten Essen gehört ein Kaffee einfach dazu“, so Hofbauer. Dazu punktet er bei seinen Gästen mit hausgemachten Mehlspeisen. Mitverantwortlich für das gute Ergebnis macht Hofbauer, der das „klassische Kaffeesortiment“ vom kleinen Braunen über den Verlängerten bis zum Café Latte anbietet, auch seine Siebträger-Maschine. Die sei zwar pflegeintensiver als ein Vollautomat, die geschmackliche Qualität des Kaffees sei die zusätzliche Arbeit aber wert.

Auch abseits der Kaffeemaschine hat Hofbauer mit seinem Lokal einiges zu bieten. Neben dem im Sommer besonders von Touristen frequentierten Gastgarten setzt er auch auf Catering für Hochzeiten, Themenwochen, Familien- und Weihnachtsfeiern.

Hofbauer, der das seit 1847 bestehende Traditionslokal am Litschauer Stadtplatz 2006 erworben und 2007 wieder eröffnet hatte, beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter. Besonders wichtig ist ihm dabei die Lehrlingsausbildung. Derzeit werden drei junge Menschen hier ausgebildet, insgesamt hat er seit 2007 schon zehn Lehrlinge unter seine Fittiche genommen. Gerade in einer Branche, in der es schwer sei, Mitarbeiter zu finden, müsse man die Ausbildung geeigneter Fachkräfte selbst in die Hand nehmen: „Sonst darf man sich nicht wundern, wenn man keine Mitarbeiter bekommt“, so Hofbauer.