Erstellt am 05. August 2015, 05:31

von Markus Lohninger

Millionenprojekt: Leyrer+Graf baut Bank-Austria-Zentrale. Vor den Toren des Wiener Praters ist Gmünder Baukonzern beim Top-Hochbauprojekt Österreichs an Bord.

Der Plan für den "Austria Campus Wien" nahe des Wiener Praters.  |  NOEN, SIGNA

Am 85 Hektar großen Areal des ehemaligen Nordbahnhofs vor den Toren des Wiener Praters entsteht bis 2025 ein neuer Stadtteil, der unter anderem Platz für 10.000 neue Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätze bieten soll. Als erster Schritt wird am 10. August mit den Bauarbeiten zum aktuell größten Hochbau-Projekt in Österreich – dem 500 Millionen Euro teuren „Austria Campus Wien“ – begonnen. René Benko sieht das Projekt seiner Signa-Holding als „über die Grenzen dieser Stadt und dieses Landes hinaus ausstrahlendes Zeichen“.

Arbeitsort für 6.000 Mitarbeiter

Besonders intensiv strahlt es nach Gmünd zum Sitz der Leyrer+Graf-Baugesellschaft: Diese realisiert in einer Arbeitsgemeinschaft mit Voitl die Baumeister-Arbeiten zum ersten Abschnitt, der künftig zur Firmenzentrale der Bank Austria und zum Arbeitsort von 6.000 ihrer Mitarbeiter wird.

Man sei stolz darauf, den Zuschlag für das Millionenprojekt erhalten zu haben, sagt Hochbau-Geschäftsführer Peter Ullrich von der Firma Leyrer+Graf, die damit ein weiteres Prestigeprojekt neben der Umfahrung Zwettl und der derzeit wichtigsten innerstädtischen Baustelle St. Pöltens (Brunngasse) abwickeln darf. Die Bank Austria will ab 2018 die Baufelder 5 und 8 des Campus beziehen, das achte errichtet Leyrer+Graf.

Zu Spitzenzeiten sind 20 Kräne zugleich aktiv 

Die stattlichen Eckdaten des Baus, dessen drei Untergeschoße mit 11.000 m2 Grundfläche großteils im Grundwasser stehen werden: Für den Stahlbeton-Bau mit insgesamt elf Stockwerken fallen etwa 50.000 m3 Beton, 6.000 Tonnen Bewehrungsstahl und 75.000 m3 Deckenschalung an. In der Arbeitsgemeinschaft mit Voitl werden auf beiden Baufeldern acht Kräne eingesetzt, die bei Vollbetrieb auf dem gesamten Baufeld auf bis zu 20 Kräne ergänzt werden können!

Der Anteil der Arbeitsgemeinschaft an der Gesamtinvestition beträgt bisher 44 Millionen Euro, von denen 24 Millionen das Baufeld von Leyrer+Graf betreffen. Der Rohbau des ersten Abschnitts soll Ende 2016 stehen.