Erstellt am 19. Februar 2016, 06:34

von Markus Lohninger

Auch Flüchtlinge müssen trennen. GUV dementiert Gerüchte über Ausnahmen bei Mülltrennung für Asylwerber klar.

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Aus allen Ecken sprießen Gerüchte über angebliche Missetaten von Asylwerbern oder Begünstigungen für sie. Derzeit macht in der Bezirkshauptstadt Gmünd die Aussage die Runde, wonach Asylwerber neuerdings nicht mehr zur Mülltrennung verpflichtet werden. „Angeblich kriegen sie alle große Container, in denen sie ihren Abfall entsorgen können – der dann von Anderen aussortiert wird“, entrüstet sich etwa eine Anruferin bei der NÖN.

Roland Wallner, (noch) Hoheneicher Bürgermeister und Obmann im Gemeindeumweltverband des Bezirkes Gmünd, kann darüber nur den Kopf schütteln. „Ich kann mir nicht vorstellen, wer solch einen Mist in die Welt setzt“, sagt er zur NÖN. GUV-Geschäftsführer Martin Koppensteiner hört das „zum ersten Mal“, natürlich würden Flüchtlinge keine Sonderregelungen genießen. Und Wallner: „Eigene Container aufzustellen und dann den Müll daraus trennen zu lassen wäre überhaupt nicht im Sinn des Müllsystems.“

Freilich sei das Kennenlernen der Mülltrennung für neu ins Land kommende Menschen ein Lern- und Erfahrungsprozess, sagt Roland Wallner: „Sich darum zu kümmern ist aber Aufgabe der Vermieter bzw. Betreuer.“ Martin Koppensteiner spricht von einst vereinzelten Beschwerden aus Heidenreichstein und anfänglichen Problemen im Raum Großpertholz – auch, weil Asylwerber erst gar nicht die nötigen Behälter hatten. Aber: „Derzeit sind mir im ganzen Bezirk keine Probleme bekannt.“