Erstellt am 12. September 2015, 06:32

von Sonja Eder

Musikwelten: "Keine Eintagsfliege". Beim großartigen Abschiedskonzert schwärmten Dirigent und Publikum. Pläne für nächstes Jahr werden geschmiedet.

Die Donau Philharmonie Wien und neun hochbegabte jugendliche Musiker präsentierten noch nie gehörte Werke Richard Wagners und auch alte und zeitgenössische Kompositionen. Solist war Steven Scheschareg.  |  NOEN, Sonja Eder

 Mit einem fulminanten Konzert verabschiedeten sich „Musikwelten“ am 5. September im Schremser Kulturhaus. Noch nie gehörte Werke von Richard Wagner wurden unter der Leitung vom in Waidhofen geborenen Manfred Müssauer gebracht.

Dabei handelte es sich um juvenile Kompositionen, die Wagner als 17-Jähriger begonnen und nie fertiggestellt hatte. Arrangiert wurden diese Fragmente von Professor Michael Roth, der dem feinen Konzert der Donau Philharmonie lauschte und von der Aufführung begeistert war, erst in diesem Frühjahr fertiggestellt.

Jugendliche zeigten ihre Klasse

Weiters hörte das Publikum in Schrems noch Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Alexander Zemlinsky und dem ebenfalls anwesenden Komponisten Paul Hertel. Zum Thema „Jugendmusikfestival“ passend gab‘s auch „Le Vili“ aus Giacomo Puccinis allererster Oper.

„Unglaublich, welches Niveau die Jugendlichen haben“, zeigte sich Dirigent Müssauer von den neun jugendlichen Musikern, die ins Profi-Orchester eingebettet wurden, begeistert.

„Goldene Leistungsabzeichen“ als Voraussetzung

In sieben Probespielen suchte er junge Musiker – Voraussetzung: das „goldene Leistungsabzeichen“ und Probenerfahrung. „Wir mussten gleich im ersten Jahr die Qualität beweisen“, so Müssauer, der mit den Jugendlichen und dem Orchester 37 Werke für drei unterschiedliche Konzerte einstudiert hatte.

Pläne für die nächste Runde seines Jugendmusikfestivals im kommenden Jahr schmiedet Müssauer weiter – auch eine Probenwoche in Schrems zählt zu seinen Ideen.