Erstellt am 20. Januar 2016, 06:13

von Markus Lohninger und Thomas Weikertschläger

Rochaden im SP-Klub Gmünd. Thomas Miksch wird statt Reinhold Schneider SP-Stadtrat, Georg Janda übernimmt Gemeinderatsmandat.

Thomas Miksch wird neuer Umwelt-Stadtrat.  |  NOEN, privat

Thomas Miksch wird Stadtrat, Georg Janda kommt neu in den Gemeinderat - die SPÖ Gmünd einigte sich am Abend des 18. Jänner einstimmig auf die frei gewordenen Positionen nach dem Rückzug des erst im Herbst 2014 in den Stadtrat eingezogenen Reinhold Schneider. Dieser hatte per 14. Jänner seinen Amtsverzicht eingereicht, die Nachbesetzungen sollen bei der nächsten Gemeinderats-Sitzung am 28. Jänner fixiert werden.

Thomas Miksch, der designierte Stadtrat für die Bereiche Umwelt und alternative Energien, Hochwasserschutz, Straßenreinigung und Winterdienst und den Wirtschaftshof, will – wie er gegenüber der NÖN erklärt – das Thema alternative Energien forcieren. Beruflich ist der 39-Jährige als IT-Systembetreuer bei der Stadtgemeinde Gmünd tätig. Er zog 2010 in den Gemeinderat ein, ist seit 2012 Jugendgemeinderat. Seine Funktion als Prüfungsausschuss- Obmann soll der Gemeinderat und Zwettler AK-Leiter Jürgen Binder übernehmen.

Neu in den Gemeinderat wird Georg Janda (34) einziehen. Fußballinsider kennen ihn als Kicker mit Leib und Seele. „Im Fußball bin ich nur noch sporadisch aktiv, daher habe ich Zeit für die Kommunalpolitik.“ Ausschlaggebend für den Schritt sei das engagierte, junge Gmünder SPÖ-Team gewesen, in das sich der Trainer in der Erwachsenenbildung am BFI einbringen will. Zu seinen politischen Zielen wolle er sich erst nach einer „Eingewöhnungsphase“ äußern.

Schneider: „Ich habe die Arbeit unterschätzt“

Zur NÖN sagt Schneider, er habe zum Amtsantritt im Oktober 2014 nach dem Rücktritt von Helmut Feiler das Ausmaß der Arbeit in Sektion, Gemeinde- und Stadtrat unterschätzt. „Es wird mir in Abstimmung mit Beruf und Privatleben zu viel, alles leidet darunter“, sagt er – und betont, dass es keine Auffassungs-Unterschiede mit den Parteikollegen gegeben habe: „Ich kann mich mit dem Kurs der Gmünder SPÖ voll identifizieren. Die zuletzt getroffenen Aussagen und Stellungnahmen waren okay.“ Er gehe der Partei nicht verloren, bleibe auch FSG-Fraktionssekretär. Man müsse akzeptieren, wenn jemand leiser treten wolle, sagt SP-Klubchefin Beatrix Vischer-Simon. Martin Preis, VP-Klubchef: „Wir danken Schneider für die konstruktive Zusammenarbeit. Wir verlieren ein auch in der neuen Regierung sehr produktives Stadtrat-Mitglied.“