Erstellt am 08. Mai 2016, 05:44

von Karin Pollak

Neuer Mann im Gastro-Trio. Nach Abschied von Stefan Gaßner ergänzt Milos Mitic das Trio in der Nebelsteinhütte, das immer mehr auf regionale Produkte und Angebote für Kinder setzt.

Um die Gäste der Nebelsteinhütte kümmern sich seit einigen Tagen die drei Hüttenwirte Milos Mitic, Maximilian Wagner und Martin Parzer.  |  NOEN, Karin Pollak

Eine personelle Änderung gibt es bei den Hüttenwirten am Nebelstein: Stefan Gaßner schied aus dem seit dem Vorjahr am Nebelstein tätigen Trio aus, Milos Mitic ist der Neue und unterstützt die engagierten Hüttenwirte Martin Parzer und Maximilian Wagner.

„Für uns ist Milos der perfekte Mann, der sich auch ums Klettern kümmert. Die Nachfrage wird immer größer“, sagt Wagner zur NÖN. Neben den im Vorjahr entstandenen Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Varianten auf den Felsen hinter der Nebelsteinhütte sollen in der nächsten Zeit fünf weitere Routen entstehen. Zudem bringt sich Mitic bei Veranstaltungen und im Service ins Führungstrio ein.

Köstlichkeiten aus der Region

Beim kulinarischen Angebot verschreiben sich die Hüttenwirte immer mehr den regionalen Produkten: „Wir wollen dadurch die Köstlichkeiten aus der Region wertschätzen“, so das Trio, das damit ein Defizit aufarbeiten will: „Viele wissen gar nicht, wie gut die Produkte aus der Region schmecken.“ Der Ziegenkäse wird direkt von der Produzentin Ilse Lettl-Gantsch aus Maißen einmal pro Woche zu Fuß auf den Nebelstein gebracht. Wagner: „Umweltfreundlicher geht das gar nicht.“

Neu ist auch die Speisekarte für Kinder, auf der sich Räuberteller oder Fischstäbchen vom Waldviertler Karpfen finden.

Hochbetrieb am „Radl-tag“

Nach wie vor herrscht am Mittwoch-Nachmittag Hochbetrieb auf der Hütte: Der Mittwoch ist der berühmte „Radl-tag“, viele Mountainbiker radeln da den Berg hinauf.

Da jetzt die Hütte aber am Montag und Dienstag nur mehr für Übernachtungsgäste geöffnet ist, wurde davor eine „Getränkekiste“ deponiert. Wer daraus etwas nimmt, wirft den dafür vorgesehen Betrag in die Kiste. „Das Bezahlen auf freiwilliger Basis funktioniert zu 90 Prozent“, sagt Martin Parzer.

Mit seinen Kollegen probiert er auch gerne neue Gerichte aus. Dazu werden auch Haubenköche eingeladen, die 5-Gänge-Menüs zusammenstellen und mit den drei Hüttenwirten für vorangemeldete Gäste kochen.

Eine Investition kündigt sich indes für 2017 an: Die 25 Jahre alte Kläranlage muss ersetzt werden. „Wir sind in der Phase der Projekterhebung, denn die alte Kläranlage ist schon sehr reparaturanfällig“, betont Hüttenwart Hannes Kerschbaum.