Erstellt am 27. April 2016, 07:24

von Markus Lohninger

Neue Großbank im Waldviertel entsteht. Raiba Weitra verschmilzt mit Raiffeisenbank Oberes Waldviertel: Neue regionale Großbank mit Sitz in Schrems bedient 30.000 Kunden in 18 Filialen des Bezirkes.

Freuen sich über die breite Einigkeit unter den Mitgliedern: Aufsichtsrat-Vorsitzender Günter Binder, Johann Pollak, Günter Dippelreiter, RBOW-Obmann Karl Trojan, Walter Zwettler, der künftige 1. Obmann-Stellvertreter Karl Erhart und Dietmar Stütz (v. l. n. r.). Pollak, Zwettler und Stütz bilden künftig das Direktoren-Trio.  |  NOEN, Foto: M. Lohninger

Der Bezirk Gmünd erhält eine der zehn größten NÖ Regionalbanken, die bundesweit im Konzert der Top-25 mitspielt: Noch vor Ende Mai schließt sich die Raiffeisenbank Weitra mit vier Filialen im Südwesten des Bezirkes der Raiffeisenbank Oberes Waldviertel (RBOW) mit Sitz in Schrems an.

Deren künftige Zahlen lassen sich sehen. So verwalten die nun 90 Mitarbeiter eine Milliarde Euro an Kundengeldern, kommen auf eine Bilanzsumme von mehr als 600 Millionen Euro und vertreten an 18 Standorten quer durch den Bezirk die Interessen von 30.400 Kunden. Zum Vergleich: Der Gmünder Bezirk hat insgesamt 37.600 Einwohner, alle Mitbewerber bringen es gemeinsam auf lediglich 16 Bankfilialen.

Obmann der Großbank mit Sitz in Schrems wird Karl Trojan (Stellvertreter: Karl Erhart), dem Aufsichtsrat wird Günter Binder vorstehen. Die Direktorensessel besetzen künftig neben Walter Zwettler die bisherigen Weitraer Geschäftsleiter Johann Pollak und Dietmar Stütz. Günter Dippelreiter, jetzt zweiter Geschäftsleiter in Schrems, tritt Ende Mai seinen Ruhestand an – die Funktion wird nicht nachbesetzt.

„Es werden keine Mitarbeiter gekündigt“

Pollak und Stütz: „Für Kunden der bisherigen Raiba Weitra ändern sich einzig die Kontonummern und der Name ihrer Bank. Die Filialen und Ansprechpartner bleiben gleich, es werden auch keine Mitarbeiter gekündigt.“ Die Fusion sei kein Muss und auch keine Notwendigkeit gewesen.

Bei den Abstimmungen in den Genossenschaften waren in Schrems alle anwesende Mitglieder dafür, in Weitra gab es bei 106 anwesenden Mitgliedern nur eine Gegenstimme und eine Enthaltung.

Die RBOW solle auch in ihrer neuen Größe eine „extrem regionale Bank bleiben“, die ihre Kunden menschlich und auf Augenhöhe behandle, betont Karl Trojan.

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