Erstellt am 26. Dezember 2015, 05:03

von Franz Dangl

NÖN-Gesicht sagt Ade. Jahrelang zierte das Konterfei des Waku-Verkäufers das Titelbild der Gmünder NÖN.

Nach erfolgreicher Tätigkeit für die Firma Böhm Fenster wurde Günter Neumaier von Christian Böhm, Michael Dorfmeister und Leopold Bauer in den Vorruhestand verabschiedet.  |  NOEN, Franz Dangl

Jahrelang gehörte sein Portrait zum Erscheinungsbild der Gmünder NÖN – weder Künstler, Politiker noch andere Promis zierten so oft deren Titelblatt wie er. Obwohl es sich um eine Einschaltung handelte, war Günter Neumaier als „Werbegesicht“ der Firma Waku-Böhm Fenster neben dem NÖN-Logo fast ein Markenzeichen.

Mit Jahresende gehört dies der Vergangenheit an, der Fensterfachberater aus Reitzenschlag tritt in den Vorruhestand. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie der angehende Pensionist vermerkt, der stets als Spitzenverkäufer für gute Umsätze der Heidenreichsteiner Fensterfirma sorgte.

Dabei sollte ja Neumaiers Karriere ganz anders verlaufen. Nach seiner Lehrzeit als Strickmaschinenschlosser war er in der Textilindustrie tätig, ehe er als technischer Leiter im Feriendorf Königsleiten arbeitete. Danach betrieb er in der Schrammelstadt eine „Kartbahn“, ehe er 1998 seine Karriere bei Waku-Böhm Fenster startete. „Natürlich war der Anfang in einer neuen Branche hart, aber nach und nach konnte ich mich etablieren.“

Lobende Worte und Abschiedsgeschenk

Lobende Worte zu Werdegang und Abschied kamen von Chef Christian Böhm, der das Wirken Neumaiers ins Rampenlicht rückte und sich mit einem Geschenk für seine Treue bedankte. „Günter war ein Spitzenmann, der hervorragende Umsätze schaffte, aber auch große Loyalität gegenüber Kollegen und Firma hegte.“ Neumaier selbst war über so viel Lob sichtlich gerührt und fand viele positive Seiten in einem erfüllten Berufsleben. „Natürlich danke ich der Geschäftsleitung und meinen Kollegen, aber auch den vielen Kunden und netten Menschen, die ich im Laufe meines Berufslebens kennenlernen durfte, für das Vertrauen und die Wertschätzung. So gesehen bin ich stolz darauf, ein echter Wakuaner zu sein.“

Seinem Nachfolger und seinen ehemaligen Mitstreitern wünscht er für die Zukunft das Beste und sich selbst vor allem Gesundheit, denn Langeweile kommt bei ihm sicherlich nicht auf: Dafür sorgen seine Ambitionen in der Kunstszene, wo er sich in der Vergangenheit als Drechsler und als Maler an der Staffelei versuchte und beachtliche Werke schuf.