Erstellt am 05. Mai 2016, 05:44

von Karin Pollak

„Einschränkungen nicht zu ertragen“. Landtagsabgeordnete Göll macht gegen Stützpunkt-Reduzierung mobil.

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„Im Bezirk Gmünd sind einfach keine Einschränkungen mehr im Gesundheitsbereich zu ertragen“, betont Landtagsabgeordnete Margit Göll (ÖVP). Daher krempelt sie die Ärmel hoch und versucht mithilfe aller Bürgermeister, gegen die mögliche Kürzung der fünf Notarztstützpunkte im Waldviertel auf nur mehr zwei Stützpunkte (die NÖN berichtete exklusiv) zu kämpfen.

In ihrer Funktion als Obfrau des ÖVP-Gemeindevertreterverbandes will sie alle Bürgermeister des Bezirkes zum Unterschreiben einer gemeinsamen Resolution ins Boot holen. „Wir wollen alle Stützpunkte erhalten. Wichtig ist aber natürlich, dass der Notarzt weiterhin in Gmünd bleibt. Sollte er künftig in Zwettl oder Waidhofen stationiert sein, dann sind Versorgungslücken in unserem Bezirk vorprogrammiert“, so Göll.

Reduzierung der Stützpunkte von 32 auf 22

Bei ÖVP-Landesrat Karl Wilfing habe sie dahingehend bereits vorgesprochen. „Er kann unsere Sorgen verstehen. Ich habe erfahren, dass die Ausschreibung für die neue Notarztversorgung in ganz Niederösterreich, die eine Reduzierung der Notarztstützpunkte von 32 auf 22 ermöglicht, verlängert worden ist“, so Göll.

Beim Roten Kreuz Gmünd wurde indes eine interne Resolution an den Präsidenten des Landesverbandes Willi Sauer und die Mitglieder des Arbeitsausschusses, die die Bewerbungen bearbeiten, übermittelt. „Jetzt, wo der grenzüberschreitende Rettungsdienst beginnt, soll der Notarzt-Stützpunkt wegkommen – das wäre mehr als kontraproduktiv“, ist zu hören.