Erstellt am 22. Oktober 2015, 11:27

von Markus Lohninger

Nun doch: Litschau verkauft Wasserleitungs-Netz. Etwas mehr als zwei Jahre nach der eindeutigen Ablehnung in der Volksbefragung ist es in der Gemeinderats-Sitzung vom 21. Oktober doch geschehen...

 |  NOEN, Bilderbox.com/Erwin Wodicka

Unter heftigen Protesten und gegen die Stimmen von SPÖ und BBL beschloss die mit absoluter Mandatsmehrheit regierende ÖVP die Übertragung des Litschauer Wasserleitungsnetzes mit Anfang 2016 an die EVN Wasser GmbH. Voraussetzung dafür ist noch die Prüfung des Schrittes durch das Land Niederösterreich.

EVN plant einheitlichen Tarif in allen Katastralgemeinden

Die EVN übernimmt die per 1. Jänner 2016 noch offenen Darlehen für die bestehende Anlage (262.000 Euro) und die seit 2013 getätigten Leistungen der Stadtgemeinde (30.000 Euro).

Sie will künftig unter anderem die Ortsnetze in Gopprechts, Schönau und Schandachen errichten und in allen Litschauer Katastralgemeinden einen einheitlichen Tarif anbieten – 1,79 statt aktuell 1,94 Euro pro Kubikmeter; mehr dazu in der Sonderausgabe der Litschauer Stadtnachrichten (siehe unten).

Im Juni 2013 war bei der von SPÖ-Stadtrat Gerhard Holzweber initiierten Volksbefragung die Möglichkeit zur Stimmabgabe von 47 Prozent der Wahlberechtigten wahrgenommen worden, etwa 70 Prozent davon hatten sich gegen den Verkauf des Leitungsnetzes an die EVN ausgesprochen.

Drei Monate später hatte die ÖVP im Gemeinderat nicht den Verkauf der Anlage, aber ein exklusives Liefer-Übereinkommen für 20 Jahre mit der EVN Wasser GmbH durchgezogen, die jetzt also doch auch das Leitungsnetz übernehmen wird.

Klicken Sie auf die Grafik, um die Sonderausgabe zu lesen...

Mehr dazu in der nächsten Gmünder NÖN!

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