Erstellt am 16. April 2016, 05:54

von Thomas Weikertschläger

Stefanie Paffrath: „Ich lebe meinen Traum“. Die Amaliendorferin Stefanie Paffrath entwickelte sich zur größten Züchterin von Mini-Shetland-Ponys in Österreich – und will auch „die Beste“ sein.

Stolz auf das erste Fohlen des Jahres 2016: Stefanie Paffrath mit »Dragonstone Jim Beam«, der Ende März zur Welt kam.  |  NOEN

Dass Peter‘s Land in Amaliendorf mit seinen nachhaltig produzierten Lebensmitteln immer wieder für Aufsehen sorgt (so schaute im vergangenen November die britsche BBC vorbei), ist weithin bekannt. Noch etwas weniger bekannt ist hingegen, dass sich Stefanie Paffrath als Züchterin von Shetland-Ponys nicht nur zur mittlerweile größten Züchterin Österreichs entwickelt, sondern auch international einen Namen gemacht hat.

Mittlerweile tummeln sich bis zu 60 Ponys auf dem Hof. Heuer erwartet Paffrath rund zehn Fohlen, von denen das erste bereits das Licht der Welt erblickt hat. Besonders stolz ist sie darauf, dass in ihrem Stall auch die letzten verbleibenden Exemplare aus traditionellen englischen Blutlinien stehen.

Ihre Leidenschaft für Pferde entdeckte Paffrath früh, machte Erfahrungen im Dressur- und Springsport, ehe sie sich ganz auf ihre Ponys konzentrierte. Ihre Arbeit ist für sie Leidenschaft, daher meint sie: „Ich lebe meinen Traum.“ Und diesen Traum will sie mit vielen teilen, denn aus ihrer Sicht „gehört ein Pony in jeden Haushalt.“ Aufwendig sei die Haltung nicht, immer vorausgesetzt, das Pony erfahre die notwendige Wertschätzung – und werde nicht allein, sondern gemeinsam mit einem zweiten Pony gehalten.

Zuchtbetrieb ist kein Streichelzoo

Wichtig ist ihr, für ihre Kunden „das richtige Pony“ zu finden. Daher achtet sie auf den Charakter des Tieres und des Käufers. „Es kommt auch vor, dass ich Interessenten kein Pony gebe, wenn ich nicht überzeugt bin, dass sie zusammen passen“, sagt sie. Denn nur dann könne sie sich selbst in den Spiegel schauen, wolle sie doch als „Beste Züchterin“ anerkannt werden, und das funktioniere nur, wenn sowohl Tier als auch Mensch gemeinsam glücklich seien.

Von Geschäftemacherei mit Tieren hält sie nichts, sie will ihre Zucht daher auch nicht als Streichelzoo (miss-)verstanden wissen. Reich werde sie daher mit dem Verkauf der Tiere nicht, auch wenn sie mit Preisen ab 1.500 Euro pro Pony die teuerste Züchterin Österreichs ist: „Vielleicht läuft der Betrieb irgendwann zumindest kostendeckend“, hofft sie.