Erstellt am 09. Juni 2016, 06:55

von Markus Lohninger

Erfolge im Bundesbewerb. Ekaterina Schwarz und Ingo Wanek behaupteten sich unter den besten Jungmusikern Österreichs: Die Zwölfjährigen holten jeweils zweite Preise.

Ingo Wanek (Violoncello) und Ekaterina Schwarz (Violine) errangen im Vergleich mit den besten Talenten Österreichs zweite Preise. Begleitet wurden sie beim Bundesbewerb in Linz von Herbert Grübl bzw. Alexander Buhl.  |  NOEN, zVg

Nach einem zweiten Preis für den Großpertholzer Tubisten Philipp Fasching im Vorjahr gingen heuer gleich zwei Spitzenplätze im „Prima la Musica“-Bundesbewerb in den Bezirk Gmünd: Ekaterina Schwarz (Gmünd; Violine) und Ingo Wanek (Harbach; Violoncello) errangen im Vergleich mit den besten Talenten Österreichs zweite Preise.

Sie beide verbindet neben ihrem Ehrgeiz, den Erfolgen in der gleichen Altersgruppe I und ihrem Alter von zwölf Jahren ein bereits reicher Erfahrungsschatz an ihren Instrumenten. Ekaterina spielt seit ihrem letzten Kindergarten-Jahr Violine, hat im „Prima la Musica“-Landesbewerb mehrere erste Preise mit Auszeichnung ergattert und erlernt bei Erwin Höbarth zudem das Klarinetten-Spiel. Damit ist sie als Jüngste in der Gmünder Stadtkapelle im Einsatz.

Ingo Wanek entdeckte seine Leidenschaft für das Violoncello indes bereits als Fünfjähriger am Rande der Musikalischen Früherziehung. „Er hat in der Nebenklasse immer Cellisten kommen und gehen sehen, dabei Interesse an einer Schnuppereinheit gefunden – und sich schließlich für dieses Instrument entschieden“, sagt seine Mutter, Nina-Maria Wanek.

Aktuell spielt er im Streichorchester Oberes Waldviertel, Musikschulorchester und Cello-Ensemble Zwettl (wo er unter den Fittichen des Lehrers Gottfried Plank steht). Nach dem Schulunterricht an der Mittelschule Weitra übt er drei bis vier Stunden täglich, um seinem großen Ziel näher zu rücken: Ingo will mit 14 an ein Musik-Gymnasium in Wien wechseln und später als Cellist in eines der großen Orchester kommen.

Ehrgeizig nicht nur am Musik-Instrument

Noch nicht festgelegt hat sich die von Miroslav Chytka ans Violinspiel herangeführte Ekaterina Schwarz in beruflicher Hinsicht. „Sie ist sehr ehrgeizig, übt aber noch vorwiegend wegen der Freude am Spiel“, sagt ihre Mutter Elena Schwarz: „Ekaterina ist eine gute Schülerin im Gmünder Gymnasium, sie hat viele Möglichkeiten.“

Was alles möglich ist, zeigte Vorjahres-Preisträger Philipp Fasching vor: Er hatte als damals 15-Jähriger schon den Studienplatz an der Bruckner-Universität in Linz in der Tasche.