Gmünd

Erstellt am 22. Juli 2016, 06:45

von Markus Lohninger

Der Norden boomt. Trend zu Skandinavien, Bäderbussen und Kreuzfahrten bei Frank-Reisen. Interesse für Türkei nahe null.

Ein Bild aus besseren Tagen: Der Türkei-Tourismus – etwa zum antiken Theater in Side (Bild) – ist zum Erliegen gekommen. Dafür boomen bei Frank-Reisen Nordeuropa oder der Bädertourismus nach Italien und Kroatien.  |  NÖN, shutterstock.com/ Soloviova Liudmyla

Die Amok-Fahrt in Nizza mit 84 Toten, das Chaos in der Türkei nach dem Militärputsch, Dauerkonflikte in Teilen der arabischen Welt – zur Hochsaison stehen touristische Top-Destinationen vor schweren Prüfungen. Abseits der politischen und menschlichen Tragweite der Ereignisse berühren diese Entwicklungen Frank-Reisen mit Sitz in Heidenreichstein wirtschaftlich kaum.

Einerseits hält der größte Reise-Veranstalter im Waldviertel die Gefahr in Frankreich immer noch für überschaubar und das Land für sicher. Zugleich sei auf Entwicklungen in Krisenherden bereits im Herbst reagiert und das Programm entsprechend geändert worden, sagt Geschäftsführer Christoph Wurz der NÖN: „Daher haben wir unseren Umsatz heuer trotz des schweren Umfeldes, einer generellen Unsicherheit und einem branchenweit rückläufigen Geschäft sogar gesteigert.“

Rekordbuchungen für Irland, Schottland, Island oder Norwegen

Frank-Reisen verzeichnet mit seinen Programmen Rekordbuchungen für den Norden – Irland, Schottland, Island oder Norwegen. „Zudem hatten wir noch nie so viele Buchungen für Kreuzfahrten. Und unsere Bäderbusse nach Kroatien und Italien sind voll, zumal sie preiswert, unkompliziert und für die ganze Familie sind“, sagt Wurz.

Die Nachfrage nach Tunesien, Ägypten oder die Türkei sei bereits vor Monaten eingebrochen, ergänzt er, das Interesse für Türkei-Reisen liege derzeit gar „bei null“. Wurz rät Unentschlossenen zum Beratungsgespräch mit dem direkten Ansprechpartner im Reisebüro, empfiehlt klassischen Türkei-Badeurlaubern ein Ausweichen auf Länder wie Kroatien, Italien oder Spanien.