Erstellt am 31. Dezember 2015, 05:38

von Thomas Weikertschläger

Bettina Zach: "Ist schwer gefallen". ÖVP-Gemeinderätin Bettina Zach muss aus gesundheitlichen Gründen leiser treten.

Bettina Zach zieht sich aus dem Schremser Gemeinderat zurück.  |  NOEN, privat

Dem Schremser Gemeinderat kommt mit 31. Dezember eine engagierte Mandatarin abhanden. Bettina Zach (ÖVP) legt ihr Mandat aus gesundheitlichen Gründen zurück. „Mir ist die Entscheidung schwer gefallen, aber die Gesundheit geht vor. Wichtig ist, dass ich in ein paar Monaten wieder in meinen Beruf einsteigen kann“, begründet die Lehrerin an der Gmünder HAK.

Für ÖVP-Fraktionschefin Martina Diesner-Wais ist der Rückzug Zachs ein harter Schlag: „Sie war sehr engagiert, mir persönlich tut der Rücktritt sehr leid. Man kann sich bei ihr für ihre Arbeit nur bedanken.“ Für Diesner-Wais ist eine spätere Rückkehr Zachs nicht ausgeschlossen.

In zahlreichen Ausschüssen vertreten

Nachdem Zach bei der Gemeinderatswahl 2010 schon ein gutes Ergebnis bei den Vorzugsstimmen erzielen konnte, zog die 43-Jährige im Februar 2012 in den Schremser Gemeinderat als Nachfolgerin des verstorbenen Stefan Fichtenbauer ein. Schon seit 2010 saß die Mit-Initiatorin des Schremser Kindersommers im Hauptschul-Ausschuss. Zuletzt war Zach in den Ausschüssen für Gesundheit und Generationen, Schule und Sport, Umwelt, Kunst und Kultur sowie im Hauptschul- und im Ausschuss des Musikschulverbandes Oberes Waldviertel tätig.

Als wichtigsten Punkt in ihrer Tätigkeit sieht sie die Errichtung des neuen gemeinsamen Schremser Kindergartens. „Da war die ÖVP immer treibende Kraft, wir haben da viel Vorarbeit geleistet“, so Zach. Die Mängel an den bestehenden Kindergärten seien augenscheinlich gewesen, daher habe sie sich für eine zeitgemäße Lösung eingesetzt. Besonders engagiert war Zach als Mitbegründerin und Organisatorin des Schremser Kindersommers neben Diesner-Wais.

Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Parteien

„Ich habe das sieben Jahre lang gemacht. Bevor es den Schremser Kindersommer gab, waren im Bezirk Gmünd wenige Möglichkeit für Kinderbetreuung im Sommer vorhanden. Wir haben da etwas geschaffen, das Vorbildwirkung für viele Gemeindem im Bezirk hatte“, so Zach. Aber auch in anderer Hinsicht bezeichnet Zach den Kindersommer als beispielgebend: „Er ist keine Parteigeschichte, es ist eine Veranstaltung für alle Schremser.“ Für sie sei der parteiübergreifend funktionierende Einsatz und Zuspruch zu dieser Veranstaltung Beweis dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Parteien funktionieren könne, wenn der Wille dazu gegeben sei: „Und diese Zusammenarbeit war mir immer ein besonderes Anliegen.“

Als Nachfolger von Zach wird Ende Jänner JVP-Bezirksobmann Michael Meindl angelobt. Diesner-Wais: „Er hat bei der Gemeinderatswahl ein tolles Vorzugsstimmenergebnis erreicht, daher ist er am Zug.“