Erstellt am 03. November 2015, 00:57

von Markus Lohninger

Schelte vom Verband für Diesner-Wais. Noch ein Kapitel um den Sager von Diesner-Wais zur Kastrationspflicht: NÖ Tierschutz-Präsidentin empört sich.

Martina Diesner-Wais  |  NOEN, privat

Fortsetzung in der "Streunerkatzen-Causa" um die Pürbacher Nationalrats-Abgeordnete Martina Diesner-Wais. Nach einer Protestflut zu ihrem Sager gegen die pauschale Kastrationspflicht auch aller Bauernhofkatzen Mitte Oktober im Parlament und ihrer Klarstellung in der vorigen NÖN kommen nun massive verbale Prügel vom Tierschutzverband.

Enormer "Arbeitseinsatz und Leidensdruck" für Tierheime

Sie hätte vorher die Fakten prüfen sollen, poltert Andrea Specht, Präsidentin des Landesverbands und Mitarbeiterin im Tierheim Krems, auf Facebook . „Fakt ist, dass das heimische Katzenelend die Folge unkontrollierter Vermehrung ist. Fakt ist, dass ein Großteil der Katzenbabies, die heimische Tierheime zum Platzen bringen, direkt oder indirekt von landwirtschaftlichen Betrieben stammt. Fakt ist, dass diese Katzenwelpen unter Krankheitsbildern wie Schnupfen, Herpes, FIP, Leukose, FIV, Parasiten- und Pilzbefall oder durch Inzucht bedingte gesundheitlichen Problemen leiden. Fakt ist, dass das andauernde Katzenelend den unterbezahlten Mitarbeitern der Tierheime ein enormes Maß an Arbeitseinsatz und Leidensdruck abverlangt. Fakt ist, dass die Kosten der tierärztlichen Versorgung dieser Tiere die Tierheime an ihre finanziellen Grenzen treiben“, schreibt sie dort.

Es gehe bei der Forderung nach der Ausweitung der Kastrationspflicht auf Bauernhofkatzen schlicht um Menschlichkeit, fasst Specht zusammen, „sicher nicht um die Wählerstimmen einiger ewiggestrigen Landwirte, denen ein Katzenleben weniger wert ist als die Kosten eines einmaligen tiermedizinischen Eingriffs.“

NÖN.at berichtete: