Schrems

Erstellt am 29. Juni 2016, 05:18

von Thomas Weikertschläger

Schülerheim-Neubau: „Dürfen nicht mehr zögern“. Nach achtjährigem „Kampf“ wird Schloss Schrems an das Land verkauft und Schülerheim neu gebaut.

Die Schremser ÖVP-Funktionäre Stadtrat David Süß, Andrea Weber, Birgit Trojan, Stadträtin Martina Diesner-Wais, Gemeinderat Manfred Mayer, Karin Preisl-Stubner, Gemeinderat Claus Tampier und Gemeinderat Tobias Spazierer fordern nun den raschen Verkauf des Schremser Schlosses an das Land Niederösterreich, damit der Neubau des Schülerheims der Landesberufsschule rasch umgesetzt werden kann. privat  |  NOEN

Groß ist die Freude in Schrems über die geplanten Aktivitäten von Landeshauptmann Erwin Pröll in Sachen Berufsschule. Schließlich wird der Ankauf des Schlosses sowie dessen Renovierung, aber noch viel mehr der Neubau des Internates vorgezogen. „Das Land will das Ganze so rasch als möglich abwickeln“, weiß die Schremser Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais. Die ÖVP-Funktionäre fordern nun rasches Handeln von Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ): „Der Gemeinderatsbeschluss vom Herbst 2012 muss nun endlich umgesetzt, der Verkauf des Schlosses abgewickelt werden.“

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Damals war der Verkauf des Schlosses für eine Million Euro beschlossen worden. Ende 2015 wurde bekannt, dass das Geld dafür beim Land nicht mehr vorhanden sei, daher sei es auch aus dem Budget-Voranschlag für 2016 gestrichen worden, erklärte Harrer damals. In der Gemeinderatssitzung am 27. Juni erklärte Harrer, dass die Verträge zum Verkauf inhaltlich bereits ausverhandelt seien. Er erwarte, dass der Gewerbliche Berufsschulrat die unterschriftsreifen Verträge Mitte Juli vorlege. Dann könne der Gemeinderat im September dem Verkauf des Schlosses zustimmen.

Laut Diesner-Wais segnete die Landesregierung am 28. Juni den Kauf ab, der Grundbedingung des Landes für die kommenden Investitionen sei. Schließlich investiere man nur in Sachen, die einem auch gehören, heiße es in St. Pölten. So ist geplant, die Hälfte der 16 Millionen Euro, die man in das Projekt „Berufsschule Schrems“ stecken will, für den Ankauf des Schlosses samt Renovierungsarbeiten, die andere Hälfte für den Neubau des Internates zu verwenden. Detaillierte Pläne zum Zeitplan des Baus gibt es noch nicht. Harrer: „Mir wäre es recht, wenn es noch im nächsten Jahr losgeht, aber realistisch gesehen wird es eine längere Planungsphase brauchen.“

Lohn für Engagement nach acht Jahren

Groß ist die Freude über die Entwicklung naturgemäß bei LBS-Direktorin Gertrude Marek, die seit 2008 für den Neubau des Schülerheims kämpft. „Dass wir jetzt kurz vor der Umsetzung stehen, verdanken wir dem Einsatz der politischen Mandatare des Waldviertels. Auch das Amt des Gewerblichen Berufsschulrates war sehr um eine Lösung bemüht“, meint sie und fügt an: „Jetzt dürfen wir nicht mehr zögern.“