Weitra

Erstellt am 18. August 2016, 04:37

von Markus Lohninger

Besucher-Plus im Schloss. 7.650 Besucher und 84 Prozent Auslastung: Intendant Hofbauer will weiter auf musikalische Komödien, das Festival auf ehrenamtliche Helfer setzen.

Erfolgreiches Duo: Helmut Rohrweck (rechts) gratulierte nach seinem ersten Jahr als Geschäftsführer dem Intendanten Peter Hofbauer zu einem Schloss-Weitra-Festival, das mit einem kräftigen Besucherplus und 84 Prozent Auslastung mehr als positiv bilanzieren konnte.  |  noen, Markus Lohninger

Das Schloss-Weitra-Festival hat im dritten Jahr unter Intendant Peter Hofbauer offenbar die richtige Abstimmung gefunden: Mit insgesamt etwa 7.650 Besuchern wurde das Ergebnis von 2015 trotz schlankeren Budgets und vier Aufführungen weniger um tausend Gäste übertroffen, gegenüber 2014 wurde gar ein Besucherplus von fast 2.000 erzielt! Zugleich freut sich Helmut Rohrweck nach seiner ersten Spielzeit als Geschäftsführer über eine Auslastung von stattlichen 84 Prozent, immerhin sieben Vorstellungen waren restlos ausverkauft.

„Es war ein sehr gutes Team-Festival mit einem sehr guten Klima zwischen Wien und der Region, in dem sich die Beteiligten wohl gefühlt haben“, sagte Rohrweck im Brauhotel nach der Abschlussbesprechung am 11. August. Auch weitere Umstände untermauern sein positives Fazit: Der erste Anlauf mit ehrenamtlichen Helfern habe beim (dringend notwendigen) Sparen geholfen, aber auch die Identifikation der Bevölkerung mit dem Festival gestärkt.

Viele aktive Unterstützer haben geholfen

Etliche der etwa 60 Freiwilligen hätten sich, so Rohrweck, bereits nach einem dahingehenden Bericht in der NÖN gemeldet – selbst Stadtchef Raimund Fuchs half aktiv mit. Auch die wesentlich verstärkte Unterstützung vor allem durch Brauhotel, Elfi Maisetschläger und Lagerhaus strich Rohrweck hervor: „Wir sahen, dass Bevölkerung und Wirtschaft das Schloss-Weitra-Festival wünschen.“

Auch Peter Hofbauer zog im dritten Jahr nach dem von ihm vollzogenen Neustart als „Spiel im Schloss“ angesichts der stetig gewachsenen Besucherschar und der Nachfragen bereits für das kommende Jahr seine Schlüsse: „Wir haben jetzt die Gewissheit darüber, dass das Konzept der musikalischen Komödie in Weitra greift.“

Richtig zum Durchatmen kommt die Crew zumindest vorläufig noch nicht – die Vorbereitungen auf das Festival im Jahr 2017 sind bereits angelaufen, erste Aufgaben wurden bereits bei der Abschlussbesprechung vorige Woche verteilt, und der Vorverkauf soll möglichst noch im frühen Herbst losgehen. Das Wichtigste: Auch Titel und Programm für das nächste Sommertheater in Weitra stehen schon fest!


2017 kommt satirische Tourismus-Komödie

„Rosen in Tirol“, will Peter Hofbauer seine Komödie mit Musik nennen – und dabei ab dem 7. Juli den Fremdenverkehr einer satirischen Beleuchtung unterziehen. „Das Stück wird bei einem prominenten Hotelier spielen, wobei alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig sein werden“, schmunzelt Hofbauer, und verrät erste Details: „Wir werden die überbordende alpine Touristik und die Schickimicki-Szene, die sich dabei ein Stelldichein gibt, auf die Schaufel nehmen.“

Ein „besonders feiner Herr mit Hang zum Personal“ soll hin- und hergerissen sein in der Entscheidung, ob er nun die Kellnerin oder seine Gattin zur Rosenkönigin beim Rosenball küren soll.

Mit dabei sein werden zum bereits vierten Mal in Weitra die Schauspieler Caroline Vasicek (bei Pension Schöller als Psychiaterin Helene Hempel zu sehen) und Andreas Peer (heuer als Franz Schöller), auch bei der Regie setzt Peter Hofbauer mit Andy Hallwaxx auf bewährte Kräfte. Ob Hausherrin Stephanie Fürstenberg – heuer viel beachtet als ruppig-resche „Zilli Zapletal“ – wieder auf der Bühne stehen wird, das ist noch offen. Fix ist jedenfalls jetzt schon, dass die Kostüme wieder aus dem Hause Maisetschläger stammen werden.