Erstellt am 18. März 2016, 05:54

von Franz Dangl

Brauerei-Legende Karl Trojan feierte 90er. Zu seinem runden Geburtstag hielt Karl Trojan, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Privatbrauerei in Schrems wieder aufgebaut hatte, Rückblick auf 90 Jahre.

Gemeinsam mit Sohn Karl Theodor (links) stellte sich Betriebsratsvorsitzender Peter Ledermüller (rechts) mit einem Geschenk beim Jubilar ein.  |  NOEN, privat

Grund zum Feiern gab es im Hause Trojan, denn Seniorchef Karl Trojan beging am 8. März seinen 90. Geburtstag.

Geboren und aufgewachsen in der Zwischenkriegszeit in Schrems, musste der zukünftige Brauereiinhaber schon in jungen Jahren zur Wehrmacht einrücken und überlebte durch eine glückliche Fügung trotz einer schweren Kriegsverletzung diese schreckliche Zeit. Kaum genesen, begann er mit dem Studium der Lebensmittel– und Gärungstechnik, das er im Jahr 1948 erfolgreich abschloss.

Danach trat er in die Privatbrauerei ein, die sich bereits seit 1848 im Besitz der Trojans befand. Ein Jahr später fand Trojan auch sein privates Glück, als er Eva Widy zum Traualtar führte, die ihm mit Eva Maria, Patricia und dem derzeitigen Brauereichef Karl Theodor drei Kinder schenkte. Gemeinsam mit seiner Gattin ging Trojan in der wirtschaftlich schweren Zeit daran, die Firma in Schrems wieder aufzubauen und schuf mit großem Einsatz und Engagement einen modernen und leistungsfähigen Betrieb, der traditionelles Brauhandwerk hochhielt und zahlreichen Menschen Arbeit gab.

Familie nahm stets den ersten Platz ein

Mit der Betriebsübernahme im Jahr 1957 folgte der stetige Aufstieg der Brauerei Schrems, den der heutige Jubilar einleitete und der von seinem Sohn Karl Theodor seit 1991 in dieser Erfolgsspur fortgesetzt wird. Obwohl die beruflichen Ambitionen des Brauereichefs viel Zeit und Energie in Anspruch nahmen, zählten neben dem Waidwerk auch sportliche Aktivitäten sowie die Leidenschaft für den Modellbau zu den liebsten Freizeitvergnügungen des Unternehmers. Auch als geselliger Mensch, der viele Freunde hat, stand bei ihm dennoch die Familie immer an erster Stelle.

Trotzdem – oder gerade deswegen – verfolgt der Jubilar auch heute noch die aktuellen Entwicklungen in der Firma. Als Konsulent besucht er regelmäßig sein Lebenswerk und beurteilt die vielen Neuerungen im Geschäftsleben der Brauerei durchwegs aufgeschlossen und positiv. Denn nicht umsonst hat er sein Lieblingszitat zu seinem Credo erkoren und auch stets in die Tat umgesetzt: „Nur der hat das Leben verstanden, der Bäume pflanzt, unter denen er niemals sitzen wird.“

In diesem Sinne schließt sich die NÖN den Gratulanten an und wünscht „Alles Gute!“