Schrems

Erstellt am 06. Juli 2016, 06:00

von Thomas Weikertschläger

Gärtnerei vor Verkauf: Weber macht Schluss. Da Firmenchef Rudolf Weber nach Arbeitsunfall kürzer treten muss, soll Schremser Traditionsunternehmen in den nächsten Monaten verkauft werden.

 |  Thomas Weikertschläger

„Nach 66 Jahren fängt eine neue Ära an“ – frei nach dem Udo Jürgens-Klassiker könnte man die aktuelle Entwicklung in der Gärtnerei Weber beschreiben. Denn die Firmenchefs Rudolf und Doris Weber wollen ihre 1950 gegründete Gärtnerei verkaufen.

Überraschend sei der Schritt nicht, meint Doris Weber, denn beide Kinder des Unternehmer-Paares leben in Wien und hätten beruflich immer andere Vorstellungen gehabt, als die Gärtnerei weiter zu führen. „Vor drei Jahren hatte mein Mann dann einen Unfall mit der Motorsäge, der seine Hand stark beeinträchtigt. Daher haben wir uns jetzt schneller als gedacht zu diesem Schritt entschlossen“, meint Doris Weber.

Eile habe man mit dem Verkauf aber nicht, die Webers können sich auch vorstellen, das Unternehmen noch zwei, drei Jahre weiter zu führen, beruhigen sie ihre Kunden, die ein rasches Aus der Gärtnerei befürchten. Denn die Webers wollen ihre Gärtnerei in guten Händen wissen und geordnet übergeben, schließlich gehe es um einen funktionierenden Betrieb: „Auch die vier Mitarbeiter wollen weiter machen, sie kennen den Betrieb in- und auswendig“, erklärt die Firmenchefin.

Gegründet wurde das Unternehmen von Rudolf Webers Vater Anton. Der hatte in Wien eine Gärtner-Lehre absolviert und kehrte nach der Meisterprüfung in seine Heimat zurück, wo er sich den Traum von der eigenen Gärtnerei erfüllte. 1983 übernahm Rudolf die Firma seines Vaters.

Die gelernte Kindergärtnerin Doris trat nach der Hochzeit mit Rudolf in den Betrieb ein und absolvierte eine Ausbildung zur Floristin.