Schrems

Erstellt am 28. Juli 2016, 05:00

von Markus Lohninger

Neuer Eigentümer: Elk-Deal ist abgewickelt. Matthias Calice und der neue Allein-Geschäftsführer Gerhard Schuller erstmals gemeinsam vor der Belegschaft. Verkauf am 25. Juli fixiert.

Schworen sich vor der Betriebsversammlung der Elk Fertighaus GmbH auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit ein: Angestellten-Betriebsrat Reinhard Poppinger, der neue Eigentümer Matthias Calice, der neue Alleingeschäftsführer Gerhard Schuller und Arbeiter-Betriebsrat Christian Tollar (von links nach rechts).  |  M. Lohninger

Sehr positiv ist die Resonanz auf die Elk-Betriebsversammlung am 22. Juli, bei der der neue Eigentümer Matthias Calice und der neue Allein- Geschäftsführer Gerhard Schuller erstmals gemeinsam vor die Belegschaft des Fertighaus-Marktführers in Schrems traten.

„Er hinterließ einen sehr guten Eindruck, ging auch bei der anschließenden Grillerei direkt auf viele Mitarbeiter zu und suchte den Kontakt“, erzählt Reinhard Poppinger, Vorsitzender im Angestellten-Betriebsrat, von Calice. Poppinger streicht zudem hervor, dass der Übergang von den ehemaligen Eigentümern um die Familie Weichselbaum an den Wiener Investor „harmonisch und sehr friedlich“ verlaufen sei.

Während der Großteil der Belegschaft im zweiwöchigen Betriebsurlaub weilte, wurde am Abend des 25. Juli der Verkauf der Elk Fertighaus GmbH endgültig abgewickelt. Der bisherige Mehrheits-Eigentümer und CEO Erich Weichselbaum verabschiedete sich bereits zuvor per Mail von allen Mitarbeitern, indem er ihnen alles Gute auch für den gemeinsamen zukünftigen Weg wünschte.

Kündigungs-Welle noch einmal klar dementiert

Gegenüber der NÖN räumen der neue Geschäftsführer und die Betriebsräte neuerlich mit immer noch laufenden Gerüchten über geplante Massenkündigungen von bis zu 270 Mitarbeitern auf (die NÖN hat in Woche 28 ausführlich darüber berichtet).

„In einem Betrieb unserer Größe bewegt sich immer ein bisschen etwas“, sagt dazu Reinhard Poppinger: Abgänge würden aber wenige Einzelfälle betreffen, von denen auch manche selbst und manche im Einvernehmen den Betrieb verließen. Zudem habe es im Juli auch etliche Neuaufnahmen gegeben, auch für den August seien schon neue Arbeiter und Angestellte vorgemerkt.

Konkret verließen im Zuge des Verkaufs, wie Geschäftsführer Schuller betont, 25 Mitarbeiter die Elk Fertighaus GmbH. 15 davon folgten dem ehemaligen Haupteigentümer Erich Weichselbaum auf dessen weiteren Weg ins England- und Bauträgergeschäft. Und, so Schuller: „Da zugleich das B2B-Geschäft in unserer GmbH etwas zurückgenommen wird, war die eine oder andere Stelle in einzelnen Abteilungen nicht mehr zu besetzen.“

An sich durchlaufe die Elk Fertighaus GmbH mit Sitz in Schrems sowie den zwei tschechischen Tochtergesellschaften für Fenster und Häuser in Planá jedenfalls eine Aufwärts-Bewegung, betont Gerhard Schuller. Demnach hatten der Konzern mit Juni 2015 noch 1.057 und das Werk in Schrems 699 Beschäftigte, „heute hält der Konzern bei 1.135 und Schrems bei exakt 796 Mitarbeitern.

Wir haben vor allem im Arbeiterbereich aufgrund der hohen Auftragslage stark aufgebaut.“ Der Anstieg sei nur zu einem Teil durch den Übergang von steirischen Zenker-Monteuren in die Schremser GmbH bedingt, zusätzliche Monteure werden immer noch gesucht.