Erstellt am 07. Januar 2016, 05:38

von Karl Tröstl

Sorge vor Attacken. Nachdem der Terrier eines Schremsers zwei Hunde attackiert hat, droht dem Besitzer Abnahme des Tieres.

Das Verhalten eines Terriers sorgt derzeit in Schrems für Sorge und Aufregung  |  NOEN, Tatanga 2006

In Schrems sorgt derzeit das Gerücht rund um einen Terrier, der in der Nähe des Rot-Kreuz-Hauses immer wieder ausbüxen soll, für Gesprächsstoff. Mitmenschen, die aus Angst anonym bleiben wollen, klagen nun der NÖN ihre Sorge um ihre Kinder und Hunde.

Denn der besagte Hund hat bereits mindestens einen Hund verletzt, der danach eingeschläfert werden musste. Bei einem weiteren Zwischenfall hat der Terrier, der gemeinsam mit einem anderen Mischlingshund aus seinem Zwinger flüchten konnte, einen vorbeispazierenden Hund verletzt.

Die Geschädigten selbst wollten zu den Vorfällen nichts sagen, bei der Polizei sind diesbezüglich Anzeigen eingegangen, die den zuständigen Ämtern und Behörden weitergeleitet wurden. Die Bezirkshauptmannschaft Gmünd beteuert, dass die Amtstierärztin keine Mängel bei der Haltung des Tieres sowie Beanstandungen nach dem Tierschutzgesetz festgestellt hat. Auch seien bei der Katze, die mit den Hunden herumtollt, keine Verletzungen festzustellen.

„Das beeinträchtigt meine Lebensqualität"

Der Hundebesitzer, der mit seinem Listenhund die Ausbildung zum Hundeführer absolviert hat, will für alle von seinem Hund angerichteten Schäden aufkommen. Allerdings sorgen – von niemandem bestätigte – Gerüchte über Angriffe gegen Personen für den Hundebesitzer für Ungemach.

Laut Gemeindebescheid, zu dem Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ) aufgrund des laufenden Verfahrens nicht Stellung nehmen wollte, muss der Hundebesitzer „eine Lösung vorbringen“, künftig solche Vorfälle zu vermeiden, da ihm die Hunde sonst abgenommen werden könnten.

Beim NÖN-Lokalaugenschein zeigten sich alle Hunde des Besitzers zugänglich und zutraulich und zeigten keinerlei Feindseligkeiten. Aktenkundig sind Angriffe gegen Personen nicht. „Diese schikanösen Gerüchte beeinträchtigen meine Lebensqualität“, meint der Hundebesitzer.