Erstellt am 11. September 2015, 08:32

von Thomas Weikertschläger

SPÖ nur mit der FPÖ. BZÖ und auch ÖVP trugen notwendige Förderung für Erlebniswelt nicht mit. Antoni: "Kindesweglegung", Grünen-Mandatarin Nil Taskin musste noch zusehen.

Unterwasserreich Schrems  |  NOEN, Sonja Eder
x  |  NOEN, zVg

Noch nichts wurde es mit dem geplanten Debüt von Nil Taskin (Grüne) als Gemeinderätin in Schrems. Nach dem Rücktritt von Sarah Pfleger sollte sie ja (wie in der NÖN berichtet) bei der Gemeinderatssitzung am 3. September angelobt werden.

Wegen in der Gemeindeordnung vorgeschriebener Fristen musste sie doch noch im Zuschauerraum Platz nehmen.

Keine Einstimmigkeit beim Thema Unterwasserreich

Besonders schien es ihr dort aber nicht gefallen zu haben, schon beim dritten Tagesordnungspunkt verließ sie die Sitzung. Dabei war gerade dieser Punkt der einzige, bei dem keine Einstimmigkeit herrschte. Schließlich ging es einmal mehr ums Unterwasserreich – konkret um 155.000 Euro an Subventionen, dank derer sich der Bilanzverlust im Jahr 2014 mit 32.000 Euro in Grenzen halten könnte.

Die Subvention war trotz von allen Seiten gelobten Bemühungen im Unterwasserreich (attraktive Veranstaltungen, Besucherplus, Erlös-Steigerung um 60.000 Euro auf 219.000 Euro, Erhöhung beim Ertrag pro Besucher von 5,80 auf 6,30 Euro, …) nötig worden.

ÖVP und BZÖ verweigerten die Zustimmung

ÖVP und BZÖ verweigerten aber die Zustimmung, allein mit den Stimmen der SPÖ und FPÖ wurde die Gewährung der Subvention beschlossen. In der Diskussion brachte Stadträtin Martina Diesner-Wais einmal mehr den Wunsch ein, sich aktiv um einen Partner bzw. Sponsor für das Unterwasserreich zu kümmern: „Damit die Gemeinde da nicht allein dasteht.“

Den von Gemeinderat Konrad Antoni gebrachten Vorwurf der „Kindesweglegung“ („Man kann nicht gegen die Subvention stimmen, aber gleichzeitig bei jeder Gelegenheit die Grüße und Wünsche des Landeshauptmanns übermitteln, wenn es eine Veranstaltung im Unterwasserreich gibt.“) konterte seine Kollegin im Nationalrat Diesner-Wais: „Man kann die hier erbrachte Leistung toll finden und dennoch der Meinung sein, dass wir einen Partner ins Boot holen sollten.“