Erstellt am 07. Juli 2016, 05:36

von Thomas Weikertschläger

Bewohner klagen über Mängel und Lärm. Bewohner einer WAV-Anlage in St. Martin klagen über bauliche Mängel und Lärm. WAV zeigt sich gesprächsbereit.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)

Mit hartem Vorwürfen gegen die Waldviertler Siedlungsgenossenschaft (WAV) wenden sich die Bewohner einer Wohnhausanlage in St. Martin an die NÖN. Trotz mehrmaliger Beschwerden werde sowohl in baulicher Hinsicht, als auch wegen des Verhaltens bestimmter Mieter nichts unternommen. „Die WAV fühlt sich für nichts zuständig – und findet alle möglichen Gründe dafür“, so eine empörte Mieterin, die seit zehn Jahren in der Anlage wohnt.

Damit, dass die WAV gegen Schimmelbefall in einigen Wohnungen nichts unternehme, habe man sich abgefunden. Seit einiger Zeit sorge aber das Verhalten einiger Mieter dafür, „dass die Zustände nicht mehr haltbar“ seien. Lärm bis spät in die Nacht, lautes Türknallen oder nicht sachgemäß gehaltene Hunde sorgten bei den Bewohnern für schlaflose Nächte. „Auch Bewohner von Privathäusern aus der Nachbarschaft haben sich schon beschwert“, erzählt eine der Mieterinnen.

„Stehen für Gespräche zur Verfügung“

WAV-Geschäftsführer Manfred Damberger erklärt, dass die WAV seit Jahren erfolgreich in St. Martin tätig sei. Zu den angeblichen baulichen Mängeln: „Darunter versteht man Mängel, die entweder während der Gewährleistungsfrist entstehen oder darüber hinaus. Beide Varianten sind nicht aktenkundig.“
Da die Wohnungen noch keine kontrollierte Wohnraumlüftung haben, könne Schimmel entstehen. Neben möglichen baulichen Gründen sei aber auch falsches Bewohnen (keine oder mangelhafte Lüftungsvorgänge) als Grund nicht auszuschließen.

Grundsätzlich verfüge die WAV über eine EDV-unterstütze Mängelverwaltung, Anfragen würden nach Dringlichkeit abgearbeitet. „Sollten Probleme bestehen, so empfehlen wir eine Kontaktaufnahme“, so Damberger. Auch die Geschäftsführung stehe jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung.

Bezüglich Lärm-Problematik könne man als Verwalter lediglich an ein Miteinander appellieren. Die Hausordnung sehe eine Nachruhe von 22 bis 6 Uhr vor. „Sollte es in dieser Zeit zu Beeinträchtigungen kommen, gibt es diesbezüglich die nächstgelegene Polizeidienststelle.“