Erstellt am 03. Februar 2016, 05:28

von Markus Lohninger

Start für City-Shuttle?. Wochenmarkt-Erfolg als Impulsgeber? Angedachte Tour an Markttagen könnte Probelauf für Stadtbus werden.

Daumen hoch für die Gmünder Wirtschaft: Thomas Breit, Julia Gaugusch-Prinz, Martin Artner, Birgit Graf, Reinhard Pöhn, der mit dem gesamten Vorstand einstimmig gewählte Obmann Josef Hag, Alexander Berger, Harald Buchhöcker, Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, Markus Gabler und Vizebürgermeister Hubert Hauer (v.l.).  |  NOEN, Lohninger
Als „Erfolgsgeschichte, die Leute in die Stadt bringt“, lobte Bürgermeisterin Helga Rosenmayer den 2015 gestarteten Wochenmarkt bei der Generalversammlung der Wirtschaftstreibenden „Echt Gmünd“ am 28. Jänner. Die Aussage des Koordinators Martin Artner, zum Saisonstart am 16. Mai werde erstmals auch ein Shuttlebus Besucher aus Neustadt und Sole-Felsen-Bad auf den Stadtplatz bringen, musste Rosenmayer aber umgehend relativieren.

„Das Projekt steckt so in den Kinderschuhen, dass es noch gar keine Sohle darunter hat“, beteuerte sie. Allerdings: „Mein Wunsch ist es, dass der Wochenmarkt für alle Gmünder erreichbar wird und keiner ausgeschlossen ist.“ Um nicht mobilen Neustädtern die Teilnahme zu ermöglichen, solle, wie sie erklärte, mit Taxidiensten gesprochen und an einem Konzept gearbeitet werden. Falls das Projekt realisiert werden könne und die Stadtrunde auf reges Interesse stoße, so hält es Rosenmayer aber sehr wohl für denkbar, dass sich aus der kleinen Initiative der Sprung zur Umsetzung eines City-Shuttles ergeben könnte.

Über den Start der Initiative zum Wochenmarkt, der auch auf Drängen der NÖN und ihrer Leser ins Leben gerufen worden war, berichtete der einstimmig in seinem Amt bestätigte „Echt Gmünd“-Obmann Josef Hag. Das Angebot hätte seitens der Erzeuger vielfältiger sein können, bilanzierte er: „Aber wir haben gezeigt, es geht hier! Wir haben das Ziel, Frequenz in die Stadt zu bringen, erreicht.“ Für die zweite Saison bahnen sich, wie Artner erklärte, wechselnde Angebote von Weinbauern an. Gesucht werden aber noch Anbieter von Milchprodukten.

Hausmesse wird auch Fest für Grill-Freunde

Gute Aussichten enthüllte indes Event-Manager Thomas Breit: Die Hausmesse wird Mitte April zum zweiten Mal von einer Autoschau am Schubertplatz begleitet, soll sich zudem aber am Stadtplatz auch dem Start der Grillsaison widmen. „Geplant sind unter anderem ein Schaugrillen mit Doppel-Weltmeister Adi Matzek, Griller-Ausstellungen und gastronomische Grill-Spezialitäten“, sagte Breit.

Impulse dieser Art sind es, die Josef Hag als das richtige Mittel gegen wachsende Herausforderungen wie Bürokratie, Amazon & Co sieht: „Wir müssen Trends entgegenwirken, Netzwerke schaffen und das Beste aus dem Standort herausholen.“


„Echt Gmünd“

  • Ideen für Gmünd. Maria Theresia Siller, Gastgeberin der Versammlung im Goldenen Stern, brachte neben scharfer Kritik an Waldviertel-Incoming (Seite 4) einige Vorschläge. Sie brach eine Lanze für bessere Bewerbung der Radler-Destination, regte die Aufwertung des Altstadt-Festes zum „Riesen-Stadtfest“ an und schlug vor, den Adventmarkt mit Weitra, Heidenreichstein und Litschau zusammenzuschließen und je ein Wochenende damit zu besetzen.

 

  • Die Kassa. Man habe, wie Kassier Harald Buchhöcker berichtete, dank Mitgliedsbeiträgen, Förderungen, „nicht quantifizierbare Bauhofleistungen“ der Stadtgemeinde und eigener Aktionen 11.800 Euro Guthaben. Auch die Wochenmärkte bilanzierten mit einem leichten Plus.

  • Alter & neuer Vorstand: Obmann Josef Hag, Stellvertreter Harald Eder; Kassier Harald Buchhöcker, Stellvertreter Alexander Berger; Schriftführerin Julia Gaugusch-Prinz; Kassaprüfer Markus Gabler, Reinhard Pöhn