Erstellt am 02. März 2016, 05:04

Strafarbeit für Prügler. Nach einem verbalen Schlagabtausch flogen zwischen rivalisierenden Jugendlichen bei einem Fest in Hoheneich die Fäuste.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Kleinlaut und sichtlich zerknirscht präsentieren sich drei Jugendliche (ein 18-jähriger Schüler, ein 16- und ein 18-jähriger Lehrling) aus dem Bezirk Gmünd vor Gericht. Das Burschentrio zeigt Einsicht und gibt reumütig zu, am 24. Mai vergangenen Jahres bei einem Fest in Hoheneich aneinandergeraten zu sein. Ein Wort habe das andere ergeben und schon sei es rund gegangen, erzählt es.

„Wir sind in unterschiedlichen Cliquen und es gibt schon seit Jahren Streit. Die Aktion war von beiden Seiten her nicht in Ordnung“, bekennt der Schüler, der von dem 16-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht versetzt bekommen und dadurch einen Jochbeinbruch erlitten hat. Im Gegenzug hat er mit einem Schwinger dessen Nase gebrochen. Zu guter Letzt hatte sich noch der 18-jährige Lehrling eingemischt und wild um sich geschlagen.
„Statt sich die Hand zu geben, schlagen Sie lieber jemanden die Faust ins Gesicht“, wäscht Richter Gerhard Wittmann dem Trio ordentlich den Kopf. „Es tut uns leid“, kommt es leise.

Um den geständigen und bislang unbescholtenen Waldviertlern mit einer Vorstrafe nicht das künftige Berufsleben zu verbauen, ist der Richter nach Rücksprache mit dem Ankläger mit einer diversionellen Maßnahme einverstanden: Der Schüler und der 16-jährige Lehrling müssen 40 Stunden gemeinnützige Leistung erbringen, dann wird das auf Eis gelegte Verfahren gegen sie endgültig eingestellt. Der 18-jährige Lehrling muss 25 Stunden Strafarbeit abdienen.