Erstellt am 13. August 2016, 06:20

Gärtnerei feierte Doppel-60er. Traditionsunternehmen Berger in Ullrichs und Firmenchef Leopold Berger feierten ihre 60. Geburtstage.

Leopold Berger (rechts) feierte nicht nur seinen 60. Geburtstag, sondern gemeinsam mit Gattin Gabi auch das 60-Jahr-Jubiläum der Gärtnerei Berger. Auf der Luftaufnahme ist eine historische Ansicht des Betriebs in Ullrichs zu sehen.  |  NÖN, Andrea Dangl

Doppelter Grund zur Freude in der Kirchberger Katastralgemeinde Ullrichs: Gärtnermeister Leopold „Poldi“ Berger feierte am Sonntag mit einem rauschenden Fest seinen 60. Geburtstag und zugleich 60 Jahre Gärtnerei Berger. Das ließ sich die Kirchberger Wirtschaft, angeführt von Obfrau Monika Rauch, nicht nehmen und marschierte mit einem großen Trara in sein neuestes Meisterwerk „Da Goadn“ ein.

Beglückt wurde das Geburtstagskind mit einer riesigen Skulptur aus Metall – ein Recycling-Kunstwerk von Subetasch-Künstler Andy Macho. Mit vielen Freunden und Gärtner-Kollegen wie Landesinnungsmeister Thomas Kaltenböck, Alexandra und Bernhard Allerstorfer, Doris und Rudolf Weber, Martina und Adalbert Hackl, Iris Jirku, Ludwig Bauer oder Florian Dienstl wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Deshalb war die Gärtnerei am vergangenen Montag auch ausnahmsweise geschlossen.

Gärtnerei entwickelte sich aus Landwirtschaft

Der Betrieb beschäftigt derzeit sieben fachkundige und motivierte Mitarbeiter, von denen ein Großteil schon seit der Lehre im Unternehmen ist. Der Weg dahin war eine Geschichte des Wachsens und Weiterentwickelns, den Bergers Eltern Leopold und Johanna im Jahr 1956 eingeleitet hatten. Sie hatten damals die bestehende Landwirtschaft als Nebenerwerb um gartenbauliche Produkte wie Gemüsejungpflanzen, Strohblumen oder Zierpflanzen erweitert.

Im Urlaubskoffer– ein Geschenk der Mitarbeiter – befand sich auch ein Duschhauberl.  |  NOEN, privat

Bis 1965 wurde auch eine Filiale in Kirchberg betrieben. 1977 übernahm Berger dann den Betrieb von seinen Eltern. Vier Jahre später verlegte er sich überwiegend auf gewerblichen Gartenbaubetrieb und erweiterte das Sortiment, der Anteil an Handelsware nahm immer mehr zu. Zwischen 1978 und 1988 wurden rund 650m² Hochglas und 600m² Folientunnel aufgebaut, 1993 erfolgte ein Umbau der Verkaufsanlage. Es entstanden 100m² Verkaufsraum und 150m² Verkaufsgewächshaus. Derzeit bietet die Gärtnerei Berger insgesamt 700m² Freilandfläche mit Pflanzen, 360m² Verkaufsfläche für Zimmerpflanzen, Floristik, Gefäße und Accessoires sowie 1.000m² Produktionsfläche für Saisonpflanzen.

Die Produktion qualitativ hochwertiger Pflanzen steht für die Bergers im Vordergrund. „Wir produzieren umweltschonend und nachhaltig, das liegt uns sehr am Herzen“, erklärt auch Gattin Gabi Berger. So wird etwa auch beim Einkauf von Schnittblumen auf kontrolliert fairen Handel und Einhaltung der sozialen Standards geachtet. Eine weitere Spezialität des Hauses liegt in der liebevollen Verarbeitung pflanzlicher Werkstoffe. Blumen und Pflanzen werden durch ungewöhnliche Kombinationen und Ergänzung mit nonfloralem Beiwerk in ihrer natürlichen Wirkung unterstützt und aufgewertet. Das neueste Meisterwerk von „Poldi“ Berger nach dem Johannisgart’l bei der Waldschenke ist „Da Goadn“. Ein Schaugarten, der die Kunden zum Verweilen einlädt und zur Ideenfindung für den eigenen Garten dient.