Erstellt am 30. September 2015, 09:46

Von eigenem Traktor überrollt: 65-jähriger Landwirt starb. Zu einem Unglück kam es am Dienstag in Harmanschlag (Gemeinde St. Martin) im Bezirk Gmünd: Ein 65-Jähriger wurde von seinem eigenen Traktor überrollt.

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Der Pensionist hatte zu Fütterungszwecken gegen 19.00 Uhr alleine mit seinem Traktor mittels angekoppelter Seilwinde einen Siloballen in den Schuppen seines Hofs transportiert. Dabei schob er rückwärts in den Schuppen, lud den Futterballen ab und fuhr wieder heraus.

Vermutlich stieg er dann ab, um das Scheunentor zu schließen. Der Traktor dürfte auf der leicht abschüssigen Zufahrt ins Rollen geraten sein.

Linkes Hinterrad überrollte den Kopf

"Aufgrund der Spurenlage" sei laut Aussendung der Polizei anzunehmen, dass der Mann in weiter Folge versucht haben dürfte, den Traktor noch zum Stillstand zu bringen.

Dabei rollte das Gefährt nach ca. 20 Metern vermutlich mit dem linken Hinterrad über den Kopf des 65-Jährigen, der in der Wiese am Rücken liegen blieb.

Der Traktor kam nach weiteren 25 Metern selbständig zum Stillstand, indem er gegen die Zufahrtsmauer des Nachbarhauses prallte.

Nachbarn leisteten noch Erste Hilfe

Die Nachbarn wurden durch den Anprall auf den Unfall aufmerksam und begannen sofort mit der Reanimation des Verletzten, die die bald eintreffenden Kräfte von Rettung und Notarzt fortsetzten. Der Notarzt konnte aber um 19.50 Uhr nur noch den Tod feststellen.

Zeugen des genauen Unfallherganges konnten laut Polizei bislang nicht ermittelt werden; Hinweise auf Fremdverschulden lägen nicht vor.

Beim Traktor war kein Gang eingelegt und die Handbremse war gelöst. Offensichtliche Mängel wies er nicht auf.