Erstellt am 04. Februar 2016, 06:18

von Thomas Weikertschläger

„Überraschende“ Wahl. Reinhard Österreicher löst Birgit Trojan an Spitze der Ortsstelle Schrems ab. Der Altbürgermeister wurde von dieser Wahl „selbst überrascht“.

Reinhard Österreicher ist neuer Ortsstellenleiter des Roten Kreuz Schrems. Birgit Trojan wird weiter fürs Rote Kreuz im Ortsstellenausschuss tätig sein.  |  NOEN, privat

Einen Wechsel gibt es an der Spitze der Rot-Kreuz-Ortsstelle Schrems: Bezitkstellenleiter-Stellvertreter Reinhard Österreicher löst Birgit Trojan als Ortsstellenleiter ab. „Für mich war das selbst ein bisschen überraschend“, gesteht Österreicher in einer ersten Reaktion der NÖN. Gerüchte, es habe am 1. Februar eine „Kampfabstimmung“ gegeben, dementiert er: „Ich wurde von jemand anderem nominiert und habe dann mehr Stimmen bekommen. Das war eine demokratische Entscheidung. Ich bin selbst aktives Mitglied, vielleicht haben sich da viele gedacht, ich soll die Leitung auch gleich übernehmen“, so Österreicher.

"Werden weiter zusammen arbeiten"

Einen Konflikt mit Trojan habe es nicht gegeben: „Im Gegenteil, wir haben ein sehr gutes Einvernehmen und werden weiter zusammen arbeiten.“ Als Stellvertreter Österreichers wird der ehemalige Kirchberger Bürgermeister Erwin Lintner fungieren. Birgit Trojan leitete die Ortsstelle seit 2011. Über die genauen Umstände ihrer „Abwahl“ wollte sie sich gegenüber der NÖN nicht äußern, sie wird aber weiter im Ortsstellenausschuss tätig sein.

Bewusstseinsbildung für das Rote Kreuz

Als wichtige Punkte ihrer Amtszeit sieht sie die Bewusstseinsbildung für das Rote Kreuz in der Bevölkerung und die Akquise von Freiwilligen. Trojan: „Bei der Feuerwehr ist die Bindung der Bevölkerung durch die Struktur mit Wehren in allen Orten viel fester. Die Rot-Kreuz-Ortsstelle Schrems deckt aber nicht nur Schrems, sondern ein Gebiet von Schwarzenau und Echsenbach über Vitis bis Brand-Nagelberg ab. Mir war es immer wichtig, das der Bevölkerung klar zu machen.“

Auch sei die Rekrutierung von Freiwilligen in den vergangenen Jahren intensiviert worden: „Wir haben 2015 sehr viele neue Mitarbeiter bekommen. Sie leisten tolle Arbeit im Dienst am Nächsten.“

Auch hier sei Bewusstseinsbildung angesagt: „Viele glauben, es ist selbstverständlich, dass das Rote Kreuz bei Notfällen kommt.“