Erstellt am 22. Juni 2016, 10:10

von Karin Pollak

Nach Genf gepilgert. Confida-Chef Gerhard Seidl legte erstes Teilstück des Jakobwegs mit 1.100 Kilometern in 36 Tagen zurück.

Gerhard Seidl  |  NOEN, privat

Beachtlich: So kann man die Leistung von Confida- und Rot-Kreuz-Weitra-Chef Gerhard Seidl bezeichnen. In 36 Tagen marschierte er von Weitra nach Genf – eine Strecke von 1.110 Kilometern mit 20.000 Höhenmetern. Um zehn Kilo leichter kam er ans Ziel. Seidl hat sich zum Ziel gesetzt, den Jakobsweg von Weitra bis Santiago de Compostela in drei Etappen zu wandern. „Die erste habe ich jetzt hinter mir“, so Seidl.

Rund 31 Kilometer lang waren die Tagesetappen: „Der schlimmste Tag war der Zweite. Da schaffte ich nur 20 Kilometer von Sandl bis Guttau, aber dann wurde es immer besser.“ Er kam einige Male an seine Grenzen: „An 28 Tagen hat es geregnet. Da wollte ich öfter aufhören.“ Auch das Durchqueren von Tirol und der Schweiz sei sehr anstrengend gewesen. „Ich konnte nur über den Arlberg-Pass, der Pilgerweg war zu verschneit“, blickt Seidl zurück.

Sich selber Kennenlernen

Bei dieser Wanderung gehe es Seidl „ums sich selber Kennenlernen“ und um Selbstbestätigung: „Bin ich als 62-Jähriger diesen Strapazen noch gewachsen?“ Außerdem spielte er viele Situationen seines Lebens durch: „Was war gut, was nicht? Da geht es ziemlich in die Tiefe.“ Trotz der Anstrengungen, dem täglichen Wäschewaschen und dem Alleinesein war es für Seidl ein tolles Erlebnis: „Ich bin geistig und körperlich wieder voll frisch.“

Die zweite Etappe plant er für den September 2017. „Hoffentlich regnet es dann weniger.“