Erstellt am 20. Oktober 2016, 01:29

von Markus Lohninger

Harbach und Krems gehen gemeinsame Wege. Moorheilbad Harbach kooperiert künftig mit der Donau-Uni Krems. Pröll: „Eine Win-Win-Situation!“

Besiegelten die Kooperation zwischen Moorheilbad Harbach und Donau-Universität Krems: Rektor Friedrich Faulhammer, Landeshauptmann Erwin Pröll, Moorheilbad-Geschäftsführerin Karin Weißenböck, Uni-Dekan Stefan Nehrer, Ärztlicher Direktor Johannes Püspök und Manfred Weissinger, Leiter der Abteilung für orthopädische Rehabilitation im Moorheilbad (von links).  |  NOEN, Markus Lohninger

Die Donau-Universität Krems als führendes europäisches Institut für Weiterbildung und das Moorheilbad Harbach als „Schrittmacher des Gesundheits-Tourismus in Niederösterreich“ (Erwin Pröll) gehen die gelebte Verbindung von Theorie, Forschung und Praxis ein: In der Franz-Himmer-Festhalle in Moorbad Harbach wurde am 14. Oktober die Ausweitung der bisher losen Zusammenarbeit der Einrichtungen zur fixen Kooperation gefeiert.

Vorgesehen ist es künftig, im Moorheilbad verschiedene Therapie-Konzepte gerade in der physikalischen Medizin und Sportrehabilitation durch Studien zu begleiten. „Wo die Forschung die Wirksamkeit noch nicht richtig belegt, da gehen wir der Sache nach“, sagte Stefan Nehrer, Dekan für Gesundheit und Medizin an der Donau- Uni. Von der Kooperation würden alle profitieren, betonte Moorheilbad-Geschäftsführerin Karin Weißenböck, die das stete Bemühen um eine Weiterentwicklung ihres „lernenden, wachsenden“ Betriebes mit weit über 200.000 Nächtigungen pro Jahr hervorstrich. Professionelle Medizin und Therapie seien das Herz des Unternehmens.

„Ad multos annos!“, bemühte Friedrich Faulhammer, Rektor der Donau-Uni, indes das Lateinische. Lange solle die Kooperation also fortschreiten, damit man zum Schwerpunkt der regenerativen Medizin „lernen von und forschen am Moorheilbad Harbach“ könne. Die Erkenntnisse aus der Praxis sollen schließlich, so Faulhammer weiter, wieder in die Lehre einfließen – wovon auch der Partner profitiert: Investiert das Moorheilbad doch laut Weißenböck 12.000 Stunden pro Jahr in Weiterbildung und Qualitätssicherung der Mitarbeiter.

„Donau-Uni in unsere tägliche Arbeit geholt“

Bisherige „Einzelsterne“ wurden nun zu einer Struktur zusammengeholt, ergänzte der Ärztliche Direktor im Moorheilbad, Johannes Püspök: „Wir haben die Donau-Universität in unsere tägliche Arbeit geholt.“

Landeshauptmann Pröll gratulierte vor einer großen Schar an Ehrengästen zur Kooperation. „Sie ist eine Win-Win-Situation“, sagte er im Gespräch mit Moderatorin Kristina Sprenger: „Kooperationen dieser Art zeigen der Öffentlichkeit, dass Wissen auch der Allgemeinheit zugutekommt.“ Das erhöhe das Verständnis für Fördertätigkeit des Landes NÖ und erleichtere es der Politik dadurch, die Wissenschaft zu unterstützen.

Die Gründung der Donau-Universität sei vor 22 Jahren der Grundstein zur Entwicklung Niederösterreichs zur Wissenschafts-Region gewesen, ergänzte Pröll – das habe das Selbstbewusstsein innerhalb des Landes erhöht und zur internationalen Vernetzung beigetragen. Parallel dazu sei das Moorheilbad der Wegbereiter für einen Gesundheits-Tourismus im Land gewesen, der heute die Gesamtwirtschaft zu einem guten Teil präge. Pröll daher: „Ich hoffe, dass diese Kooperation Schule macht!“