Erstellt am 13. Januar 2016, 05:18

von Markus Lohninger

Zwei neue „Top-Ausflugsziele“. Nach der Käsemacherwelt steigen heuer auch Sonnenwelt & Unterwasserreich in die NÖ-Elite der Ausflugsziele auf.

Freuen sich über die Aufwertung von Unterwasserreich und Naturpark Hochmoor zum »Top-Ausflugsziel«: Top-Ausflugsziele-Sprecher Harald Pichelbauer, Monika Hubik, Bürgermeister Karl Harrer, Christiane Mader und Michael Preissl (v.l.).  |  NOEN, privat
Wieder ein toller Erfolg für den Bezirk Gmünd als Tourismus-Hochburg, die im Moorheilbad Harbach die meisten Nächtigungen und in der Stadt Gmünd die höchste Nettozahl an Nächtigungsgästen im Waldviertel aufweist: Mit Käsemacherwelt (Heidenreichstein), Unterwasserreich/Naturpark Hochmoor (Schrems) und Sonnenwelt (Großschönau) dürfen heuer erstmals gleich drei Einrichtungen das Gütesiegel „Top-Ausflugsziel“ tragen.

Insgesamt ist die Riege der erfolgreich geprüften Betriebe von 46 auf 49 gewachsen. Die Käsemacher bleiben ein zweites Jahr dabei, Unterwasserreich und Sonnenwelt stoßen neu dazu. „Wir haben die sehr hohen Anforderungs-Kriterien erfüllt. Das ist ein wirkliches Gütesiegel, das unsere Arbeit bestätigt und Gästen ein gutes Angebot bei uns ankündigt“, sagt Unterwasserreich-Geschäftsführerin Monika Hubik.

Ein Drittel mehr Gäste seit Hubik-Übernahme

Der zuständige Schremser Stadtrat Michael Preissl sieht es als „Zeichen dafür, dass seit dem Engagement von Hubik im Jahr 2012 kontinuierlich gute Arbeit geleistet wurde“ und die Stadtgemeinde trotz jährlicher Kosten von etwa 150.000 Euro für das Paket aus Unterwasserreich und Naturpark Hochmoor auf das richtige Pferd setzt. Unter Hubik konnte die Besucherzahl seit 2011 von etwa 18.500 auf immerhin fast 25.000 gesteigert werden.

Preissl freuen vor allem die Ergebnisse der Bewertungen von „Mystery-Checkern“ sowie aus 60 einzelnen Messkriterien. Unter anderem auch für die Qualität und Dichte der Führungen oder die Dreisprachigkeit habe es Höchstnoten gegeben.

Ähnliches berichtet auch Sonnenwelt-Geschäftsführer Martin Bruckner, der zugleich Bürgermeister der BIOEM-Gemeinde Großschönau ist. „Wir hatten die Qualitätskriterien bereits im vorigen Jahr erfüllt. Nun haben wir aber mit fast 20.000 Besuchern im Jahr 2015 neben einer 96-Prozent-Quote auch die notwendige Gästezahl erreicht“, freut er sich. 85 Prozent der möglichen Punkte waren nötig.

Sonnenwelt überstand die Rekordhitze

Nach Auskunft von Bruckner schaffte die 2013 eröffnete Sonnenwelt bereits 2014 eine Verdoppelung der Besucherzahlen und legte 2015 noch einmal um gut ein Drittel zu. Vor allem die Monate April bis Juni brachten enorme Steigerungen. Bruckner: „Auch die Rekordhitze brachte bei uns keinen Einbruch.“

Die Aufnahme in den Zusammenschluss hochwertiger Ausflugsziele empfindet er als Ehre und Anerkennung, aber auch als neuen Vertriebsweg, der zusätzliche Besucher bringen kann. Los geht die neue Saison in Großschönau am 20. März, wobei heuer auch eine neue Sonderausstellung kommen soll: Vom Thema „Hungriger Planet“ dürfte in Richtung „Erneuerbare Energie“ geschwenkt werden.

Wenige Tage nach der Sonnenwelt wird das Unterwasserreich die Tore öffnen, wobei es neben dem 10-Jahres-Jubiläum auch die Ernennung des Areals zum „Naturpark des Jahres“ in Österreich zu feiern gibt: Am 24. März wartet die Verleihung der Auszeichnung, tags darauf geht es in der Erlebniswelt richtig los. Am 28. April wird schließlich zum Jubiläums-Event geladen.

Die Hochstimmung soll zu einem mehr oder weniger heftigen Innovationsschub beim Naturpark führen. Ideen zur Attraktivierung vor allem des Areals rund um die Himmelsleiter gibt es, wie Naturpark-Vereinsobmann Michael Preissl sagt, genug. „Viele werden von außen an uns herangetragen. Wir prüfen intensiv, was möglich und finanzierbar ist“, sagt er.

Geschäftsführerin Hubik erwartet sich zudem durch die bereits gestartete Kooperation mit den anderen „Top-Ausflugsziel“- Betrieben, dass – etwa in gemeinsamen Veranstaltungen mit externen Experten – Verbesserungs-Potenziale für den laufenden Betrieb aufgezeigt werden. Monika Hubik: „In Sachen Barrierefreiheit hat sich dadurch schon jetzt manches gebessert.“ Bis zum Saisonstart stehen weitere Nachjustierungen an.

Käsemacherwelt nimmt Tschechien ins Visier

Die Käsemacherwelt verzeichnete im ersten Jahr als „Top-Ausflugsziel“ sogar auf hohem Niveau ein Plus von etwa zehn Prozent auf 44.000 Besucher.

Basierend auf den Ergebnissen der Beurteilung wurde das Führungsprogramm 2015 gezielt an verschiedene Besuchergruppen angepasst. 2016 soll ein massiver Sprachenfokus den nächsten Schritt nach vor bringen: Das Potenzial der Nähe zu Südböhmen soll besser abgeschöpft werden. „Wir organisieren für das Personal Sprachkurse in Englisch und Tschechisch, gestalten künftig auch Folder in diesen Sprachen“, sagt Käsemacherwelt-Leiterin Martina Hauger.

Zudem sollen bis zum Eröffnungsfest am 19. und 20. März mit mehr als 40 Ausstellern beim Ostermarkt auch zusätzliche Angebote für Familien geschaffen werden.