Erstellt am 24. November 2015, 03:23

von Ingrid Vogl

35 Flüchtlinge kommen: Gemeinde ist gerüstet. Im ehemaligen Ennskraftwerke-Personalhaus werden Anfang Dezember 35 Flüchtlinge einziehen. Sieben Wohnungen werden derzeit noch umgebaut und renoviert.

Bürgermeister Karl Huber informierte sich in der Vorwoche vor Ort über den Fortschritt der Umbauarbeiten im ehemaligen Ennskraftwerke-Personalhaus. Im Dezember sollen dort 35 Flüchtlinge einziehen. Foto: Vogl  |  NOEN, Vogl

Die Aufnahme von Flüchtlingen wird langsam für alle Gemeinden in der Region zum konkreten Thema. So rüstet man sich nun auch in Ernsthofen für die Ankunft von 35 Flüchtlingen, die für Anfang Dezember erwartet werden.

Verein mietet nun sieben Wohnungen

Wohnen werden die Flüchtlinge im ehemaligen Ennskraftwerke-Personalhaus, das derzeit noch umgebaut und renoviert wird. „Das Haus wurde ja an die Firma Pabst verkauft und wird mit der Wohnbaugenossenschaft WET umgebaut. Das Land ist nun an die Genossenschaft herangetreten, ob Räumlichkeiten für Flüchtlinge frei wären“, erklärt Bürgermeister Karl Huber.

Der Verein Wohnen, der in Zukunft die Betreuung der Flüchtlinge übernehmen wird, mietet nun im Auftrag des Landes sieben Wohnungen und stellt sie als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung.

Die Ersten, die über die Pläne informiert wurden, waren die derzeitigen Bewohner des Personalhauses und die Anrainer. „Die, die drinnen wohnen, haben überraschenderweise sehr positiv reagiert. Die Anrainer haben aber schon Ängste und Befürchtungen geäußert“, weiß Huber.

Die Stimmung in der Gemeinde sei aber grundsätzlich positiv und die Hilfsbereitschaft sehr groß, bestätigt der Bürgermeister.

Bereichsverantwortlicher für jede Gruppe

Bei einer Informationsveranstaltung, zu der 300 Bürger gekommen waren, hatten 51 konkrete Hilfe angeboten. Diese Unterstützungsangebote wurden in Kategorien (Sachspenden, Zeitspenden, Sprachunterricht, Mithilfe bei Freizeitgestaltung, handwerkliche Tätigkeiten etc.) eingeteilt.

Mit diesen 51 potenziellen Helfern wurde kurz darauf die nächste Informationsrunde abgehalten. „Wir haben versucht, für jede Gruppe einen Bereichsverantwortlichen zu finden. Sie sollen den Kontakt zwischen dem Verein Wohnen und den Leuten, die etwas brauchen, herstellen“, schildert Karl Huber.

Nun gilt es abzuwarten, welche Flüchtlinge wirklich nach Ernsthofen kommen werden. Der Bürgermeister wünscht sich jedenfalls eine Mischung aus Familien und alleinstehenden Personen. „Wir haben versucht, gut vorbereitet zu sein. Ich denke, wir sind gerüstet“, sieht er der Ankunft positiv entgegen.