Erstellt am 02. Februar 2016, 04:58

von Claudia Stöcklöcker

Affäre zu dritt hat Nachspiel vor Gericht. Ein erotisches Abenteuer verlief für einen 42-Jährigen nicht nach Plan. Vor Eifersucht sah er rot, nun sitzt er auf der Anklagebank.

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Zum Desaster wurde eine Nacht zu dritt für einen 42-Jährigen aus dem Bezirk. Das erotische Abenteuer endete in einem Eifersuchtsdilemma, nun sitzt der Mann im Prozess am Landesgericht St. Pölten auf der Anklagebank.

Mit Kontrahenten geschlagen, Lebensgefährtin eingesperrt

Weil der Dritte im Bunde sich in die Lebensgefährtin des 42-Jährigen verliebt haben soll, kam es im Mai letzten Jahres zur handfesten Auseinandersetzung mit dem Konkurrenten. Abschürfungen und Kratzer soll der bei einer Attacke des 42-Jährigen davongetragen haben. „Ich war auch verletzt“, sagt der Angeklagte dazu.

Gewalttätig soll der 42-Jährige auch seiner Lebensgefährtin gegenüber gewesen sein, sie fast täglich mit der Faust geschlagen und getreten und sie des Öfteren auch eingesperrt haben. Das gibt er nicht zu.

Angeklagter vermutet Nebenbuhler als Hintermann

„Sie ist eine chronische Lügnerin. Ich habe nie auf sie hingeschlagen“, beteuert der Mann. Nur erfunden wären diese Anschuldigungen, sagt er und vermutet, dass hinter all dem der Kontrahent stehe. „Damit er mit ihr alleine sein kann“, meint er und lässt an seiner Lebensgefährtin kein gutes Haar.

Woher die Frau die Verletzungen hatte? Die Antwort: „Mit anderen in Streit geraten.“

Weil die Lebensgefährtin des Angeklagten es vorzieht, der Verhandlung fernzubleiben, vertagt Richterin Doris Wais-Pfeffer. Polizisten sollen die Zeugin vorführen, im März wird der Prozess fortgesetzt.