Amstetten

Erstellt am 18. April 2017, 10:35

von Hermann Knapp

Spital wählt Betriebsrat. Margit Huber und ihr Team (FSG-Unabhängige) wollen 12 Mandate halten, FCG will ihre Mandatszahl (bisher zwei) erhöhen.

Betriebsratsvorsitzende Margit Huber (FSG-Unabhängige) führt ihre Liste in die Wahl.  |  NOEN, Büchele

Am 25. und 26. April wählen 1.200 Bedienstete des Landesklinikums ihren Betriebsrat neu. In Amstetten gehen die Uhren ja anders, als auf Landesebene. Während der Zentralbetriebsrat der Landeskliniken von der Fraktion Christlicher Gewerkschafter dominiert wird, hat hier die Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter das Ruder fest in der Hand.

Die Liste „Margit Huber und ihr Team“ (FSG-Unabhängige) besetzt zwölf von 14 Mandaten. Bei der Wahl 2013 konnte sie sogar einen Sitz dazugewinnen. „Unser Ziel ist es natürlich, dieses Ergebnis zu halten. Allerdings würde ich es auf diesem hohen Level, wir haben immerhin über 82 Prozent der Stimmen, auch nicht als Niederlage sehen, wenn wir ein Mandat verlieren würden“, erklärt Huber.

Das Hauptthema, das den Bediensteten im Klinikum unter den Nägeln brennt, ist der Dienstpostenplan. „Wir haben einfach auf allen Ebenen zu wenig Personal“, klagt die Betriebsratsvorsitzende. Aber auch die Parksituation liege den Beschäftigten im Magen. Es werde immer schwerer, im Parkdeck oder im Umfeld des Spitals einen Parkplatz zu finden. Huber verspricht, sich da für Verbesserungen einzusetzen.

Kein richtiger Wahlkampf im Klinikum

Insgesamt stehen auf der FSG-Liste 28 Kandidaten und Kandidatinnen, darunter Hubers Stellvertreter Peter Schwandl und Susanne Schwingenschlögl sowie Walter Kloimwieder, der das Sekretariat betreut. Einen wirklichen Wahlkampf gibt es im Klinikum übrigens nicht. „Wir gehen einfach durch das Haus, informieren die Leute über unsere Liste und neue Kandidaten und bitten sie um ihr Vertrauen“, sagt Huber.

Steht mit Christl Weber an der Spitze der FCG/ÖAAB-Liste: Christoph Wolfram.  |  NOEN, Archiv

Die Liste „Die FCG/ÖAAB“ tritt wieder mit Christl Weber und Christoph Wolfram an der Spitze an. Auch sie besteht insgesamt aus 28 Kandidatinnen und Kandidaten. Die bekanntesten darunter sind sicherlich Bürgermeister Josef Forster aus Ertl, der auf der Intensivstation als Krankenpfleger tätig ist, und Andrea Waser, die als Diätologin im Spital für das Wohlergehen von Patienten sorgt.

„Auf der Liste finden sich viele Personen, die sich neu aufseiten des ÖAAB für das Klinikum und seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen engagieren wollen“, freut sich ÖAAB-Bezirksobmann Hannes Pressl.