Erstellt am 24. Februar 2016, 05:09

von Sabine Hummer

Amtslokal zieht zum Wirt. Umzug aus dem Gemeindeamt: Die Umbauarbeiten im Amtshaus starten demnächst, Bürgermeister und Mitarbeiter siedeln währenddessen ins Gasthaus Braml in Vestenthal.

Diese Woche startet der Umzug des Gemeindeamtes ins Ausweichquartier im Gasthaus Braml. Mit Umzugskisten bepackt, (v.l.) Amtsleiter Christian Perndl, Richard Gölzner, Gerald Oberleitner, Ingrid Braml, Bürgermeister Manfred Schimpl, Vizebürgermeister Rudolf Graf, Josef Lainerberger und Petra Liedlbauer. Foto: Hummer  |  NOEN, Hummer
Die Kisten stapeln sich im Gemeindeamt. Seit Monaten wird sukzessive ausgemustert. Alte Akten, die nicht mehr gebraucht werden, werden vernichtet.

Zirka zehn 240-Liter-Mülltonnen voll Papier werden deshalb in den nächsten Tagen geschnitzelt. Alles andere wurde digitalisiert und kommt ins Ausweichquartier, denn in den nächsten Wochen geht es dem fast 50 Jahre alten Gebäude an den Kragen.

Anfang März soll die Großbaustelle starten

Seit der Vorwoche sind die Aufträge für die Sanierung des Gemeindeamtes und die Errichtung einer Tagesbetreuungsstätte für Kleinkinder vergeben. 1.417.000 Euro beträgt die Auftragssumme, Anfang März soll die Großbaustelle starten. Rund ein Jahr wird es dauern, bis das Gemeindeamt die neuen Räumlichkeiten beziehen kann.

Für diesen Zeitraum hat sich das Gemeinde-Team rund um Bürgermeister Manfred Schimpl und Amtsleiter Christian Perndl nach einem Ersatzquartier umgeschaut und dieses im derzeit leerstehenden Geschäftslokal in einem Trakt des Gasthauses Braml gefunden.

„Seit Oktober haben wir die etwa 125 Quadratmeter große Fläche gemietet und mit den Vorbereitungsmaßnahmen für den Umzug begonnen“, informiert Bürgermeister Schimpl. „Der Umbau des Gemeindeamtes ist das letzte Großprojekt der Gemeinde für die nächsten Jahre. Wir haben bis zum Schluss gewartet, jetzt wird es aber wirklich Zeit“, freut sich der Ortschef bereits auf das neue Haus.

Diese Woche ist nur eingeschränkter Betrieb

Zusätzlich zur Geschäftsfläche wurde eine Garage angemietet, die als Lagerfläche und Archiv zur Verfügung stehen wird. Ab Mittwoch wird das Gemeindeamt dann samt Inventar und Mobiliar in das Großraumbüro übersiedeln.

„Deshalb findet kein beziehungsweise nur ein eingeschränkter Amtsbetrieb statt. Wir sind zwar erreichbar, bitten aber Amtsgänge, die verschiebbar sind, nicht unbedingt in dieser Woche durchzuführen. Unaufschiebbares werden wir natürlich parallel zum Umzug erledigen“, sagt Amtsleiter Christian Perndl.

Sieben Arbeitsplätze – für den Bürgermeister, den Amtsleiter und die fünf Mitarbeiter – ein Besprechungsbereich sowie eine kleine Teeküche werden im neuen Amtsbüro eingerichtet. „Es ist zwar kompakt, aber eine sehr vernünftige Lösung, zumal alles barrierefrei zugänglich ist“, erklärt Christian Perndl.

Im Außenbereich wird noch ein Windfang errichtet, damit die Arbeitsplätze, die in der Nähe der automatischen Tür liegen, von Wind und Wetter geschützt sind.

Auch die benachbarte Raika zieht um

Während im alten Haus also alles auf Aufbruch steht, wird im Übergangs-Gemeindeamt bereits die neue EDV-Ausstattung installiert.

„Wir erneuern unsere EDV turnusmäßig alle vier Jahre. Eigentlich wäre der Austausch bereits im Dezember gewesen, wir haben aber alles mit dem Umzug zusammengelegt. Somit bleiben wir voll einsatzfähig und können im neuen Büro schon auf alle Daten zugreifen“, berichtet Perndl.

Gleichzeitig mit dem Gemeindeamt zieht übrigens auch die benachbarte Raika um und wird bis Herbst ihre Kassenräume im Pfarrheim aufschlagen. „Es ist geplant, die Gebäudehülle bis September-Oktober fertigzustellen. Bis dann sollte auch ein normaler Kundenbetrieb für die Raika wieder möglich sein“, sagt Schimpl.