Erstellt am 19. April 2016, 11:34

von Claudia Stöcklöcker

Autos mit „Blüten“ gekauft. 26-jähriger Serbe erwarb drei Kraftfahrzeuge mit Falschgeld im Wert von 26.500 Euro und flog auf. Jetzt steht er vor dem Kadi.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
„Vor dem Fitness-Center in der Lugner City hat mich ein Mann zur Seite genommen und mir Falschgeld angeboten. Er hat gesagt, es wäre eine super Qualität“, sagt der Serbe vor dem Richter. Drei gebrauchte Autos im Wert von insgesamt 26.500 Euro kaufte er, eines davon im Bezirk Amstetten, und bezahlte mit gefälschten 500-Euro-Scheinen.

„100 Euro kostete ein falscher 500er“

Gewerbsmäßig schwerer Betrug und Weitergabe von Falschgeld wird dem 26-Jährigen nun vorgeworfen. „Ich war leichtsinnig, bin auf das Angebot eingegangen“, sagt er nun vor dem Richter. Und weiters: „100 Euro kostete ein falscher 500er. Weil ich ja selber kein Geld hatte, hat mich der Mann an einen Kredithai vermittelt. Wir haben uns dann in einem Kaffeehaus in Wien getroffen.“

Dort wurden die Blüten übergeben und „weil ich ja nicht wusste, wie man das Geld an den Mann bringt“, so der Angeklagte, habe man ihm den Tipp, mit den Blüten Autos zu kaufen und diese weiterzuverkaufen, gegeben. „Um meine Spuren zu verwischen, habe ich einen gefälschten, belgischen Führerschein bekommen“, erzählt der 26-Jährige.

Jetzt droht dem 26-Jährigen nicht nur eine Gefängnisstrafe, auch der Kredithai sitzt ihm im Nacken. „Er hat gesagt, ich weiß, wo du wohnst. Wenn ich das Geld nicht bekomme, komme ich zu dir nach Hause.“ Der Richter vertagt, Mittelsmann und Kredithai sollen ausgeforscht werden.