Erstellt am 09. Februar 2016, 02:48

von Daniela Rittmannsberger

Baby kam im Rettungswagen zur Welt. Katharina Böll kam im Rettungswagen zur Welt. Die Sanitäter und Mann Michael standen Mutter Eva-Maria tatkräftig zur Seite.

Die kleine Katharina konnte es nicht erwarten: Sie erblickte kurz vor dem Krankenhaus Amstetten (Höhe Bahnhof) im Rettungswagen das Licht der Welt. Mutter und Kind sind wohlauf. Die stolzen Geburtshelfer (v.l.n.r.) Daniel Penzendorfer, Michael Schoder, Stefan Schirghuber gratulierten der jungen Familie Michael, Eva-Maria und Katharina Böll. Foto: Rotes Kreuz  |  NOEN, Rotes Kreuz

Sie konnte es einfach nicht mehr erwarten, ihren Eltern das erste Mal in die Augen sehen zu können: Die kleine Katharina Böll aus Wolfsbach verhalf den St. Peterer Sanitätern kürzlich zu einem Einsatz, den sie so schnell nicht vergessen werden. Daniel Penzendorfer, Michael Schoder und Stefan Schirghuber wurden verständigt, dass eine Frau in den Wehen liegt.

Die Handschuhe lagen schon bereit ...

Beim Eintreffen der drei Sanitäter war die Geburt schon weit fortgeschritten, also machte man sich so schnell wie möglich auf den Weg ins Landesklinikum Amstetten. Doch bis zur Ankunft wollte das zweite Kind der Familie einfach nicht warten: Auf Höhe des Amstettner Bahnhofes brachte Eva-Maria Böll ihr Baby gesund zur Welt; Vater Michael und zwei der Sanitäter standen ihr dabei tatkräftig zu Seite.

Die Sanitäter hatten schon geahnt, dass es die kleine Katharina sehr eilig hatte, deshalb lagen die Handschuhe schon bereit und das Fahrzeug war gut geheizt. Um trotzdem so schnell wie möglich ins Amstettner Landesklinikum zu kommen, ließ der Fahrer das Auto langsam weiterrollen, während hinten die „Vorzeigegeburt“ über die Bühne ging.

Abgenabelt wurde das kleine Mädchen dann im Krankenhaus, wo alle sehr froh über den reibungslosen Ablauf waren. „Es war natürlich aufregend und überraschend. Aber ich habe mich bei den Sanitätern gut aufgehoben gefühlt. Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht“, sagt Zweifachmama Eva-Maria Böll. Bruder Johannes (17 Monate) hat die kleine Katharina übrigens auch schon ins Herz geschlossen.

Und eines ist sicher: Weder die Sanitäter noch die Eltern werden diese ganz besondere Geburt je vergessen.