Erstellt am 25. Februar 2016, 05:34

von Ingrid Vogl

Badespaß ist wieder garantiert. Nach einer Saison mit ungeheizten Becken dürfen die Badbesucher aufatmen. Der Gemeinderat beschloss am Donnerstag die Anschaffung einer neuen Solaranlage.

Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr und Vizebürgermeister Ferdinand Bogenreiter freuen sich, den St. Valentinern ab heuer wieder angenehme Wassertemperaturen im Freibad bieten zu können. Die dafür notwendige Solaranlage wurde in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag einstimmig beschlossen. Foto: privat  |  NOEN, privat
Das Jahr 2015 konnte auch im Mostviertel mit einem Rekordsommer aufwarten. Trotz der Hitzewelle wurden aber im St. Valentiner Freibad Klagen über zu kühle Wassertemperaturen laut.

Gemessene 20,5 Grad noch im Juli waren etwa für den Schwimmverein SiS Anlass genug, um mit seinen Kursen nach Enns zu übersiedeln.

Pum: „Zum Glück ist es anders gekommen“

Grund für die ungeheizten Becken war die nicht mehr funktionstüchtige Solaranlage. Eine zeitnahe Lösung für das Problem schien im Sommer nicht in Sicht. „Eine so große Investition kommt jetzt nicht in Frage“, stellte Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr noch im August klar, dass man nicht an eine Sanierung der desolaten Solaranlage denke.

Nun hat man sich dazu entschlossen, in eine neue Anlage zu investieren. Diese wurde bei der extra für dieses Projekt eingeschobenen Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag einstimmig beschlossen.

Dass eine neue Solaranlage für das Schwimmbad ins Budget für 2016 genommen wurde, sorgte bei der ÖVP bei der letzten Gemeinderatssitzung im Dezember noch für Verwunderung. „Im Sommer hat es noch geheißen, wir haben dafür jetzt kein Geld. Jetzt steht sie im Budget“, kritisierte Stadtrat Andreas Pum damals den Meinungsschwenk von SP-Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.

Seine Wortmeldung am vergangenen Donnerstag machte dann deutlich, dass die Entscheidung der Stadtchefin jedoch ganz in seinem Sinne war. „Zum Glück ist es anders gekommen, als im Vorjahr angekündigt. Das ist eine sehr, sehr gute Investition“, betonte Pum.

83.000 Euro-Investition für die Solaranlage

Die Kosten für die Solaranlage, die bei der St. Valentiner Firma Spannbauer gekauft und wieder am Dach der SAM Schweißausbildung Abel Markus montiert wird, belaufen sich auf 83.000 Euro.

Inklusive aller weiteren Kosten für Dach- und Elektroarbeiten schlägt sich die Neuerrichtung der Solaranlage mit einer Gesamtsumme von 120.000 Euro zu Buche.

„Das ist schon eine große Investition, aber wir haben ein schönes Freibad und mit angenehmen Wassertemperaturen können wir die Attraktivität unseres Bades wieder deutlich erhöhen“, erklärte Bürgermeisterin Kerstin SuchanMayr.

Die Solaranlage soll bereits zu Beginn der Badesaison im Mai in Betrieb sein. Dass der Schwimmverein heuer seine Kurse zur Gänze in St. Valentin durchführen wird, steht auch bereits fest.