St. Valentin , Haag

Erstellt am 30. Januar 2018, 05:58

von Sabine Hummer und Hermann Knapp

Landtagswahl: Suchan-Mayr jubelt über SPÖ-Plus. Zugewinne Partei hat dank Suchan-Mayr im Westen stark zugelegt. In St. Georgen am Reith gab es ein Debakel.

Jubelstimmung im Volksheim in St. Valentin. Spitzenkandidatin Kerstin Suchan-Mayr wurde von ihren Genossen aus dem Westwinkel gefeiert.  |  Sabine Hummer

Mit großem Applaus wurde die SPÖ-Spitzenkandidatin, Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr am Sonntagabend im Volksheim ihrer Heimatstadt St. Valentin von Parteifunktionären aus dem ganzen Westwinkel empfangen.

„Es war wichtig, dass wir eine junge Spitzenkandidatin aufgestellt haben.“Vizebürgermeister Ferdinand Bogenreiter

„Super – für unsere ganze Region ist das Ergebnis ein Riesenerfolg“, jubelte etwa Vizebürgermeister Ferdinand Bogenreiter über den Zugewinn der Sozialdemokratie im Bezirk. „Vor allem in den umliegenden Gemeinden hatte Kerstin einen massiven Einfluss auf das Ergebnis. In St. Valentin konnten wir um 8,45 Prozent zulegen, in Ennsdorf waren es sogar 11,42 Prozent“, freut sich Bogenreiter und betont: „Es war wichtig, dass wir eine junge Spitzenkandidatin aufgestellt haben.“

Glücklich über den Wahlerfolg ist natürlich auch Suchan-Mayr selbst. „Die letzten Wochen waren sehr intensiv. Ich bin viel rumgekommen. Im Gespräch mit den Menschen habe ich schon den Zuspruch gespürt, den ich bekomme“, sagt die SP-Politikerin.

Gute Stimmung bei der SPÖ im Happy 9 in Amstetten: Helmut Novak, Ulrike Königsberger-Ludwig und Edmund Maier freuten sich mit ihren Genossen über das Wahlergebnis.  |  Hermann Knapp

Mit der etwas unkonventionellen Wahlkampagne habe die SPÖ ihrer Meinung nach für Gesprächsstoff gesorgt. „Wenn ich mich als die Dame mit Bart vorgestellt habe, meinten viele, sie hätten mich eh schon gesehen. So waren wir im Fokus der Wähler, konnten uns gut positionieren und konnten unsere Themen mit interessanten Botschaften deponieren“, bilanziert sie. Großen Dank zollt sie ihrem Team. „Es war ein wichtiger Motor, warum ich mich überhaupt für dieses Amt beworben habe. Ich wusste, dass alle hinter mir stehen.“

Suchan-Mayr will eine Landtagsabgeordnete für alle sein. „Ich schau, was auf mich zukommt. Natürlich werde ich engagierte Bürgermeisterin in St. Valentin bleiben, aber auch mein neues Amt in dieser Art angehen“, verspricht sie. Vor allem in der Familienpolitik, aber auch im Infrastrukturbereich will sich die St. Valentinerin besonders engagieren.

Voll des Lobs für die Funktionäre im Bezirk ist auch Bezirksparteiobfrau Ulrike Königsberger-Ludwig. „Sie sind wirklich alle für die Partei gerannt. Und unsere fröhliche Kampagne hat auch für gute Stimmung in den eigenen Reihen gesorgt.“

Wahlkampagne hat sich bewährt

Dabei, so gesteht die Nationalrätin, sei sie selbst anfangs skeptisch gewesen. „Aber wir haben es geschafft, unseren Spitzenkandidaten bekannt zu machen und auch trotz der ÖVP-Übermacht mit unseren Themen wahrgenommen zu werden.“ 2,78 Prozent Zugewinn im Bezirk sei ein Ergebnis, mit dem man durchaus zufrieden sein könne und „das wir natürlich auch unserer Spitzenkandidatin verdanken.“

Mit Mirza Buljubasic könnte übrigens auch noch der Landesvorsitzende der SJ aus Wolfsbach ein Landtagsmandat erhalten. „Wir matchen uns da mit den Neos. Vor Dienstag wird man das nicht sagen können“, sagt er selbst.

Eine herbe Schlappe musste die SPÖ in St. Georgen am Reith hinnehmen. Dort verlor sie 23,49 Prozent. „Das hängt natürlich damit zusammen, dass Helmut Schagerl nicht mehr Spitzenkandidat der Partei war. Er hat die SPÖ auch nicht mehr unterstützt“, sagt Königsberger-Ludwig.

Hier geht's zur Landtagswahl 2018 auf NÖN.at: Live-Ticker, alle Ergebnisse, Reaktionen, Analysen und vieles mehr!