Erstellt am 31. Mai 2016, 05:34

von Daniela Führer

Blitz schlug in Bauernhof. Über 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren wurden am Samstagabend im Bezirk gefordert. Blitzeinschläge führten zu Bränden und Straßen wurden vermurt.

Rund 200 Einsatzkräfte von 14 umliegenden Feuerwehren waren beim Brand in Wanzenöd, Behamberg, im Einsatz und kämpften stundenlang gegen die Flammen an.  |  NOEN, Firma fotokerschi e.U.

Es war eine gewaltige Gewitterfront, die am Samstagabend über den Bezirk hinüberzog – mit weitreichenden Folgen quer über den ganzen Bezirk Amstetten. Gegen 20.40 Uhr brach in einem Wirtschaftstrakt eines landwirtschaftlichen Anwesens in Wanzenöd, Behamberg, ein Feuer aus, vermutlich durch einen Blitzschlag, denn viele Notrufmelder berichteten von einem massiven Blitz im Bereich des Brandobjekts.

Die Feuerwehr löste die höchste Alarmstufe B4 aus. „14 Feuerwehren, darunter auch Einsatzkräfte aus Oberösterreich, standen binnen kürzester Zeit im Löscheinsatz“, berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber, der selbst mit rund 200 Feuerwehrkollegen am Einsatzort anwesend war. Zwei Wildgänse konnten die Einsatzkräfte aus den Stallungen retten.

„Der Bauernhof war stillgelegt, daher befanden sich keine weiteren Tiere im Stallbereich“, berichtet Katzengruber. Binnen kürzester Zeit stand der Wirtschaftstrakt jedoch in Vollbrand. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten für die Brandbekämpfung zwei Zubringerleitungen legen. Mit zwei Drehleitern und einem Hubsteiger kämpften sie gegen die Flammen an. So konnten sie verhindern, dass die Flammen auf das Wohngebäude und einen anschließenden Tischlereibetrieb übergriffen.

Baum ging in Flammen auf

Unweit kam es zu einem weiteren Brand in Folge des massiven Gewitters. Zeugen beobachteten, wie ein Baum in Flammen aufging, nachdem ein Blitz eingeschlagen hatte. Die Freiwillige Feuerwehr Pinnersdorf rückte aus, um den brennenden Baum zu löschen.

Im Gemeindegebiet von Aschbach – unter anderem im Bereich der Gärtnerei Starkl – machten die Wassermassen, die vom Himmel schossen, den Einsatzkräften zu schaffen. Rund 100 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Aschbach, Aukental, Oed und Ulmerfeld-Hausmening mussten große Mengen Wasser abpumpen und vermurte Straßen reinigen. „Durch den Starkregen wurde das Erdreich derart unterschwemmt, dass es zu einigen Überflutungen kam“, berichtet der Bezirksfeuerwehrkommandant. Bis in den späten Sonntagnachmittag dauerten die Aufräumarbeiten.