Erstellt am 25. Mai 2016, 05:34

von Ingrid Vogl

Das Ende der „Eiszeit“. Eine neue Solaranlage um 120.000 Euro sorgt im St. Valentiner Freibad wieder für angenehme Wassertemperaturen. Derzeit fehlen aber noch die Sonnentage.

Wenn das Wetter passt und die Sonne über einen längeren Zeitraum scheint, dann dürfen sich die Badegäste des St. Valentiner Freibades heuer aufgrund der neuen Solaranlage endlich wieder über angenehme Wassertemperaturen freuen.  |  NOEN, Fuchs

Das Jahr 2015 brachte auch im Mostviertel einen Rekordsommer. Dennoch wurden damals im St. Valentiner Freibad Klagen über zu kühle Wassertemperaturen laut. Gemessene 20,5 Grad noch im Juli waren für viele St. Valentiner – trotz Rekordtemperaturen – kein Anreiz für einen Badbesuch. Sie übersiedelten ins Freibad nach Enns.

Grund für die ungeheizten Becken war die nicht mehr funktionstüchtige Solaranlage. Eine zeitnahe Lösung für das Problem schien im Vorjahr nicht in Sicht. „Eine so große Investition kommt jetzt nicht in Frage“, stellte Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr noch im August klar, dass man nicht an eine Sanierung der desolaten Solaranlage denke. Heuer kam dann doch alles anders. In einer extra dafür eingeschobenen Gemeinderatssitzung wurde im Februar die Anschaffung einer neuen Solaranlage beschlossen. Die Gesamtkosten für das Projekt beliefen sich auf insgesamt 120.000 Euro.

Inbetriebnahme pünktlich zu Badebeginn

In Betrieb genommen wurde die Anlage pünktlich zu Badebeginn Anfang Mai. Ungetrübten Badespaß mit von Beginn an warmen Wassertemperaturen dürfen sich die St. Valentiner Badegäste aber dennoch nicht erwarten. Bei den wechselhaften Wetterbedingungen, die in den letzten Wochen herrschten, kann nämlich auch die neue Solaranlage keine Wunder wirken. „Es wurde tadellos gearbeitet. Die Solaranlage war pünktlich fertig. Dem Badevergnügen mit warmem Wasser steht eigentlich nichts mehr im Wege, nur die Sonne muss halt kommen“, erklärt Vizebürgermeister Ferdinand Bogenreiter.

Dass sich die Investition in eine neue Anlage bezahlt machen wird und die richtige Entscheidung war, konnte man aber trotz des Aprilwetters im Mai schon feststellen. „Zwei bis drei Tage Sonne und wir hatten fünf Grad mehr. Das Wasser heizt sich sehr schnell auf, das ist schon sehr positiv“, freut sich Bogenreiter über die ersten Erfahrungen mit der Neuanschaffung. Jetzt muss eben auch der Wettergott mitspielen.