Erstellt am 14. März 2016, 08:07

von Hermann Knapp

Die Verkehrsplaner sind nun am Zug. Im Sommer sollen Istzustand und Ideen auf dem Tisch liegen, dann geht es an die Überarbeitung des Verkehrskonzeptes.

Die Preinsbacher Straße mit relativ hohem Verkehrsaufkommen ist nur ein neuralgischer Bereich, den die Verkehrsplaner in den nächsten Monaten genau unter die Lupe nehmen werden. Foto: Schlemmer  |  NOEN, Daniela Schlemmer
Heuer will die Stadtpolitik die Überarbeitung des Verkehrskonzeptes in Angriff nehmen. Die Snizek + Partner Verkehrsplanungs GmbH wurde damit beauftragt den Istzustand zu erheben: Das heißt Frequenzzählungen durchzuführen, Verkehrsströme zu analysieren und Problemzonen aufzuzeigen. Darauf aufbauend sollen die Experten dann auch Verbesserungsvorschläge machen.

„Wir müssen das Einbahnsystem überdenken“

„Bis zum Sommer sollen die Daten und Ideen auf dem Tisch liegen. Dann werden wir darüber beraten“, sagt Verkehrsstadträtin Brigitte Kashofer (FP).

Für ihre Partei gibt es einige Eckpunkte, die auf jeden Fall debattiert werden sollen. „Wir müssen das Einbahnsystem überdenken, weil man vom Süden, vom Westen und vom Osten nur auf Umwegen ins Zentrum kommt. Da werden viele unnötige Kilometer gefahren.“ Ein Anliegen ist Kashofer auch die Erschließung der Ortsteile durch das Anrufsammeltaxi.

Für VP-Vizebürgermeister Dieter Funke ist die Expertise der Verkehrsplaner vor allem deswegen wichtig, weil nur sie wirklich einschätzen könnten, welche Auswirkung eine Änderung des Verkehrskonzeptes in einem Bereich auf andere Zonen hätte.

„Sicher ist, dass die Diskussion auch bei der Bewirtschaftung der Parkplätze anlangen wird und wir überlegen müssen, wie man Hemmschwellen zum Einkaufen in Amstetten beseitigt“, sagt Funke. Damit spielt er natürlich auf die von der ÖVP geforderte Stunde gratis parken im Zentrum an.

Europan-Projekt muss mitgedacht werden

Wichtig ist für den VP-Politiker auch, bei der Überarbeitung des Verkehrskonzeptes die künftige Entwicklung des Stadtzentrums im Auge zu haben. „Das Europan-Projekt wird sicher viel verändern, das muss man daher mitdenken.“

Für SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner ist der Blick von außen auf die Stadt sehr wichtig. „Man braucht ihn, um sagen zu können, was für die Stadt gut ist. Genau das erhoffen wir uns ja von den Verkehrsexperten.“ Wagner will ihnen nicht schon im Vorhinein viele Vorgaben machen. „Sie sollen möglichst unbeeinflusst an die Arbeit gehen und ihre Ideen entwickeln.“

Auch Grünstadtrat Gerhard Haag begrüßt die Erfassung des Istzustandes. „Denn nur darauf aufbauend können wir diskutieren, wie wir mit dem Hauptplatz umgehen und wie wir künftig die Parkraumbewirtschaftung lösen.“

Die Grünen hätten dazu verschiedene Ideen, die sie dann ab Sommer auch in die Diskussion einbringen würden.