Erstellt am 01. Juni 2016, 05:35

von Daniela Rittmannsberger

Ein Turm für Breitfeld. FPÖ-Gemeinderat Johann Schlöglhofer will Aussicht über die Landschaft ermöglichen: 14 Meter hoher Holzturm soll privat errichtet werden.

Johann Schlöglhofer will sich seinen lang gehegten Traum erfüllen und einen 14 Meter hohen Aussichtsturm in Breitenfeld bauen.  |  NOEN, Daniela Rittmannsberger

Der Ötscher, das Enns,- und Steyrtal sowie das Mühlviertel sollen künftig vom höchsten Punkt des St. Pantaleoner Ortsteils Breitfeld aus gut sichtbar sein. FPÖ-Gemeinderat Johann Schlöglhofer hat dazu eine Idee, die schon seit 20 Jahren in seinem Kopf herum spukt: „Damals habe ich im Gemeinderat nachgefragt, ob wir nicht einen Aussichtsturm errichten könnten. Es gab kein Interesse und so vergingen zehn Jahre. Es interessierte sich niemand dafür.“

Doch die Idee, von diesem Punkt aus über die Landschaft zu blicken, ließ den Unternehmer nicht los und so ließ er nicht locker. Aber auch 20 Jahre und eine neue Gemeindeführung später sind das Interesse und das Geld für den Turm nicht da. Schlöglhofer plante um und will die Aussichtswarte nun gemeinsam mit Freunden selbst umsetzen und finanzieren. „Das ist der einzige Punkt, von dem man rundherum sieht. Das würde jedem gefallen, da bin ich mir sicher.“

Gemeinderat stieß auf Widerstand

Als der Gemeinderat vor Jahren bei einem angrenzenden Nachbarn nachfragte, ob das Interesse da wäre, stieß er auf Widerstand; heute ist das jedoch anders, denn ein Grundbesitzer ist bereits mit dabei. Geplant ist ein Aussichtsturm aus Lerchenholz, der 14 Meter hoch sein soll. Inspirieren ließ sich Schlögl hofer von Aussichtstürmen in der Region: „Ich habe mir viele schöne Sachen angesehen, unter anderem die Warte in St. Michael. Da wir hier mitten in der Natur sind, möchte ich aber keinen Betonturm.“

Den Entwurf habe der St. Pantaleoner derzeit „noch im Kopf“, ein Zimmermann steht ihm aber schon zur Seite. Der Turm soll aussehen wie ein Hochstand der Jäger, begehbar wird er von innen sein. Da der Turm privat errichtet wird, ist er vorerst auch nur für Schlöglhofer und die Mitfinanzierer zugänglich. Aber natürlich auch für jeden, der sich bei ihnen meldet und einen Blick über die Landschaft genießen will, betont Schlöglhofer. Ein konkreter Baustart ist vorerst noch nicht geplant, der findige Gemeinderat hat aber ein Ziel: „Nächstes Jahr werde ich 60 Jahre alt und da soll der Turm dann stehen.“

Seitens der Gemeinde St. Pantaleon-Erla gibt es keine Einwände, einzig bei der Gebietsbauaufsicht muss Schlöglhofer seinen Plan einreichen, wenn er dann aus dem Kopf zu Papier gebracht wurde.