Ennsdorf

Erstellt am 16. Mai 2017, 04:24

von Ingrid Vogl

Millionenprojekt: VFI plant schon den nächsten Schritt. Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung beschlossen die Gesellschafter die Vergrößerung des Donaupresswerks Ennsdorf.

Zu den linken vier Silos für die Saatlagerung werden sich bald vier weitere gesellen. Die Vergrößerung des Werkes wurde am Tag vor der Eröffnung beschlossen. Foto: Vogl  |  Vogl

Der Eco Plus Wirtschaftspark ist um ein erfolgreiches Unternehmen reicher. Über 14 Millionen Euro investierte die VFI (Vereinigte Fettwarenindustrie) in das Donaupresswerk Ennsdorf, das am vergangenen Freitag feierlich eröffnet wurde.

Die offizielle Eröffnung des Donaupresswerks Ennsdorf am vergangenen Freitag sorgte bei der VFI-Geschäftsführung für stolze Mienen. Am Bild (v.l.n.r.): Florian Rauch, Wolfgang Ahammer und Klemens Rauch. Foto: Simlinger  |  Simlinger

Ende Februar 2016 fand der Spatenstich für das Millionenprojekt statt, rund elf Monate später wurde bereits das erste Speiseöl in Ennsdorf gepresst. Und am Tag vor der offiziellen Eröffnung wurde schon der nächste Meilenstein für das Unternehmen von Österreichs größtem Erzeuger von Speiseölen fixiert. „Die Gesellschafter haben gestern die Vergrößerung des Werks beschlossen“, verriet VFI-Geschäftsführer Florian Rauch bei der Eröffnungsfeier.

Aufgrund der großen Nachfrage am Markt wird zu den zwei vorhandenen noch eine zusätzliche Presse kommen. Außerdem werden vier weitere Silos für die Saatlagerung aufgestellt. „Das Grundstück ist groß genug. Wir können noch oft vergrößern, wenn wir wollen“, verkündete Rauch. Vom zweieinhalb Hektar großen Areal sind nämlich erst 3.600 Quadratmeter Fläche verbaut.

„Lassen wir das Zelt gleich stehen für den Spatenstich für die nächste Etappe.“Ennsdorfs Bürgermeister Alfred Buchberger freute sich über die Nachricht, dass die Vergrößerung des Werkes bereits beschlossen ist

Betriebsleiter Johann Doppelbauer, der neben Florian Rauch quasi der zweite Vater des Ennsdorfer Presswerks ist, gab den Gästen einen Einblick in das Unternehmen, das 100 bis 120 Tonnen Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Sojabohnen, Raps und Maiskeime) pro Tag verarbeitet. Auf das ganze Jahr umgerechnet sind das immerhin stolze 40.000 Tonnen, erklärte Doppelbauer.

Techniker Doppelbauer betonte auch, dass man beim Bau des Werks auf energiesparende und emissionsarme Technologie setzte und großen Wert darauf legte, dass Umwelt und Anrainer nicht belastet werden. „Es gab natürlich Befürchtungen der Anrainer, dass es stinken könnte. Bis heute haben wir aber noch keine Rückmeldungen, dass wir geruchlich wahrgenommen werden“, versicherte Doppelbauer.

Die VFI hat 170 Mitarbeiter, zehn sind am Standort in Ennsdorf beschäftigt. „Es ist schön für einen Bürgermeister, Arbeitsplätze in der Gemeinde zu haben“, ist Alfred Buchberger höchst zufrieden mit dem neuen Zuzügler im Ennsdorfer Wirtschaftspark.

Dass der weitere Ausbau des Werks bereits vor der offiziellen Eröffnung beschlossen wurde, nahm der Ortschef ebenfalls mit großer Freude zur Kenntnis. „Lassen wir das Zelt gleich stehen für den Spatenstich für die nächste Etappe“, scherzte Buchberger, der sich auch dafür bedankte, dass der Bau des Unternehmens „so friktionsfrei und rasch über die Bühne gegangen ist“.

Auch seitens der Eco Plus ist man froh über den Zuwachs im Wirtschaftspark. „Wir sind stolz, dass das Unternehmen hier seinen Standort hat“, betonte Geschäftsführer Helmut Miernecki in seiner Rede.