Ennsdorf

Erstellt am 20. Juli 2016, 03:18

von Sabine Hummer

Verkehrsberuhigung: Radfahrzone steht am Plan. Sobald die Umfahrung der B123 fertiggestellt ist, wird die Ortsdurchfahrt von Windpassing umgestaltet. Auch die Bevölkerung soll in die Planung miteinbezogen werden.

Bürgermeister Alfred Buchberger und geschäftsführender Gemeinderat Daniel Lachmayr am Standort des künftigen Kreisverkehrs.  |  Gemeinde

Die Großbaustelle Umfahrungsstraße B123a in Windpassing-Pyburg nimmt immer mehr Form an. Jahrzehntelang kämpften die Anrainer für die Umfahrung der Mauthausener Straße, seit einem halben Jahr wird nun an der wichtigen Entlastungsstraße gebaut.

„Zuerst wollte es keiner glauben“, beschreibt der geschäftsführende Gemeinderat Daniel Lachmayr die lange Zeit sehr angespannte Situation. „Erst als die Bagger den Humus zur Seite schoben, atmete die Bevölkerung auf.“

Während die Baumaschinen am Werk sind, wird in der Ennsdorfer Gemeindestube bereits an einem Plan für die Zukunft der derzeitigen Hochfrequenzstraße B123 gearbeitet. Diese soll nach der voraussichtlichen Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2017 wesentlich vom Durchzugsverkehr befreit sein und wird dann seitens der Gemeinde vom Land NÖ als Gemeindestraße übernommen.

Der Baufortschritt an der Umfahrungsstraße kann sich sehen lassen. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant.  |  Gemeinde

Bürgermeister Alfred Buchberger strebt für das Windpassinger Ortsgebiet eine bauliche Verkehrsberuhigung an und wird nach der Sommerpause mit Nachbarbürgermeister Rudolf Divinzenz (St. Pantaleon-Erla) das Gespräch aufnehmen, da auch der Ortsteil Pyburg in diese Planung miteinbezogen werden soll.

Eine erste Diskussionsgrundlage wurde bereits mit dem Straßenplaner der Gemeinde Ennsdorf erarbeitet. „Wir wollen aber auch die Bevölkerung zur Mitarbeit einladen“, wünschen sich Buchberger und Lachmayr endlich mehr Lebensqualität für die Bewohner der verkehrsgeplagten Ortsteile.

Laut bisherigen Überlegungen soll die Fahrbahn zugunsten breiterer Gehsteige und eines Mehrzweckstreifens (ein Bereich, in dem Radfahrer Vorrang haben, den Autos jedoch nützen dürfen) verschmälert werden. Eine Notfall-Befahrung der Ortsdurchfahrt muss im Fall einer Sperre der Umfahrungsstraße aber für den gesamten Verkehr gegeben sein.

„Wichtig ist es auch, dass die Anbindung aus Windpassing beim künftigen Kreisverkehr funktioniert“, betont der Bürgermeister. Dieser wird mit einer Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger ausgestattet. Konkretisiert soll die Planung im Herbst werden.